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Solistenkonzert des Christlichen Jugenddorfes

Anspruchsvolles Repertoire aus vierhundert Jahren Musikgeschichte

19.03.2017 - 14:26 Uhr     Anna Karsten    0

CELLE. Einen anregenden Samstagnachmittag boten die Blasinstrument-Schüler der Musikschule des Christlichen Jugenddorfes Celle dem Publikum im Beckmannsaal. Die jungen Musiker stellten, unter Begleitung von Ekaterina Karmanova-Beyer, ein anspruchsvolles Repertoire aus vierhundert Jahren Musikgeschichte vor. Stücke berühmter Komponisten, von Henry Purcell über Mozart und Beethoven bis hin zu James D. Ployhar, wurden dargeboten. Unter den Darbietenden waren auch Kandidaten des „Jugend musiziert”-Landeswettbewerbs Niedersachsen 2017.

Der Eindruck, dass ein Instrument zu spielen gar nicht so schwer sei, dürfte sich einigen Gästen des Solisten-Konzertes des CJD vermittelt haben. Behände, selbstbewusst und stets mit Leichtigkeit agierten die Jugendlichen mit ihren Instrumenten – ein Ergebnis jahrelanger Übung, mühsamen Erlernens der Technik und viel Aufopferung von Freizeit. Die Bereitschaft, Zeit für Einzelstunden, gemeinsames Spielen im Orchester und das Üben zuhause zu finden, stieß beim Musikschulleiter Alfred Bürger auf großes Lob.

Das abwechslungsreiche Programm hatte viel zu bieten: vom kraftvollen und energischen „Militär Marsch” von Franz Schubert, der vierhändig von Maike Paasch und Ekaterina Karmanova-Beyer gespielt wurde, bis hin zum sanften, schwermütigen „Histoires” von Jacques Ibert, gespielt von Lisa-Marie Bürger auf dem Saxophon. Flott und fröhlich, so kann Musik auch sein, wie Lorina Marwedel auf der Klarinette mit Darius Milhauds „Petit Concert” unter Beweis stellte.

Selten solistisch zu hören, aber an diesem Samstagnachmittag ebenfalls vertreten, war das Tenorhorn, gespielt von Luca Patzwall. Auf dem großen Instrument mit dem warmen, weichen Klang, trug sie die ersten beiden Sätze von Henry Purcells „Suite” vor. Eine weitere Besonderheit war der einzige männliche Schüler, der auftrat: Tim Oliver Meier spielte mit höchster Konzentration die ersten beiden Sätze der „Hasse Suite” vom gleichnamigen Komponisten Johann Adolphe Hasse auf der Posaune.

Dass Musik nicht nur eine erfüllende Freizeitbeschäftigung ist, sondern damit sogar das Abitur bestritten werden kann, zeigte Xenia Becker. Auf ihrem Horn spielte sie zum ersten Mal vor Publikum ihr Repertoire fürs Abitur vor. Mit Franz Strauss‘ „Nocturno Op. 7″ und dem dritten Satz „Rondo” von Mozarts viertem Hornkonzert entfaltete sie die Vielfalt des Instrumentes. Bei diesen letzten beiden Stücken, die von Ekaterina Karmanova-Beyer begleitet wurden, zeigten sich besonders die Ergänzung und das harmonische Miteinander der beiden Instrumente.

Alina Dratschjona, Gewinnerin des „Jugend Musiziert” Regionalwettbewerbs und Kandidatin bei dem Landeswettbewerb am 31. März in Wolfenbüttel, präsentierte auf dem Klavier Beethovens „Sonate Nr. 20″ und Isaak Berkowitschs „Variationen über ein Thema von Paganini”. Leicht und ungezwungen tanzten und flogen ihre Finger über die Tasten und ernteten wohlverdienten, tosenden Applaus. Das Highlight des Konzerts stellte das Hornquartett aus Hildesheim, in dem CJD-Musikschülerin Svea Höhlein mitspielt, zum Schluss dar. Mit Philine Freese, Elisabeth Constanze Görißen und Victoria-Catharina Leinemann spielte sie „Tambourin” von Rameau, „Air Tendre” von Lully und „Kleine Suite in B-Dur” von Ployhar. Auch sie sind Kandidaten beim diesjährigen „Jugend musiziert”-Landeswettbewerb.

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