CELLE. „80 Jahre nach den Novemberpogromen ist „Jude“ ein verbreitetes Schimpfwort – nicht zuletzt auf deutschen Schulhöfen. Wie kann das sein?“ – Mit dieser Frage befasst sich der Vortrag, zu dem das Celler Netzwerk gegen Antisemitismus am kommenden Mittwoch, den 14. November, 18 Uhr, in die Celler Synagoge einlädt.

Julia Bernstein stellt Ergebnisse, Überlegungen und Handlungsempfehlungen aus aktuellen Forschungen vor, die sich mit dem alltäglichen Antisemitismus befassen. Wie wird er wahrgenommen, von Jüdinnen und Juden anders als von der Mehrheitsgesellschaft? Wie verbreitet ist das Phänomen? Woher kommt der heutige Antisemitismus? Der Vortrag wird die Forschungslage darstellen und die Frage stellen, was sich gegen diese „neue Normalität“ sinnvollerweise tun lässt. Prof. Dr. Julia Bernstein forscht und lehrt an der Frankfurt University of Applied Sciences zu Diskriminierungen und Ungleichheitserfahrungen in der Migrationsgesellschaft und hat den Studienbericht über „“Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland“ für den Expertenrat des Bundestags mitverfasst.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bei der Volkshochschule Celle unter der Kurs-Nr. CE1214 wird gebeten unter anmeldung@vhs-celle.de oder telefonisch: 05141 92980.

Veranstalter ist das Celler Netzwerk gegen Antisemitismus. Es besteht seit 2015. Ihm gehören an: Jüdische Gemeinde Celle,  Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Celle, vhs Celle, Stadtarchiv Celle, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachen, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Celle.



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