CELLE. „Scheinheilig und unglaubwürdig“ bezeichnet Ratsherr Stephan Ohl von den Grünen die neuesten Aussagen und Anträge der E-Center Gegner. „Sich jetzt hinzustellen und einen Nahversorger an der 77er Straße zu fordern, zeugt von völliger Unkenntnis der Sachlage. Gerade die FDP, die in der Vergangenheit die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentren-Konzeptes gefordert hat, kann die fast fertig gestellte Version jetzt vor den bevorstehenden Wahlen nicht abwarten“.

Die ganze Zeit seien mit der Ablehnung von Cramer, den neuen Geschäften in der Alten Feuerwache und der abgelehnten Edeka Verlagerung in Altencelle Fakten geschaffen worden, ohne die Gesamtsituation, auf die der Oberbürgermeister ständig hinweise, neu zu bewerten. Als noch „dreister“ empfindet Ohl den Vorstoß des CDU-Fraktionsvorsitzenden Heiko Gevers. „Sich auf das veraltete CIMA-Konzept von 2010 zu berufen und einen 800 Quadratmeter großen Nahversorger auf dem alten Postgelände an der 77er Straße anzudenken, zeigt, wie wenig der CDU an den Bedürfnissen der Blumläger tatsächlich liegt.“

Einen Nahversorger bräuchten die Blumläger nicht, denn den gäbe es in der Tat schon mit dem Penny- und dem Nettomarkt . „Der mit 8300 Einwohnern zweitgrößte Ortsteil der Stadt braucht einen Vollsortimenter mit frischen, regionalen Waren und keinen weiteren Mini-Markt“ “ bleibt Ohl hartnäckig und zeigt sich trotz der derzeitigen Sachlage optimistisch: „Der Oberbürgermeister hat seine Bereitschaft signalisiert, sich mit der Bürgerinitiative an einen Tisch zu setzen und vernünftige Lösungen anzubieten. Ich werden ihn an sein Wort erinnern“, so Ohl abschließend.

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