"Ausbruchsgeschehen in Gewerbe- und Industriebetrieben wird nicht benannt"

Leserbeiträge Von Extern | am Di., 23.03.2021 - 15:30

Dirk Weißenborn, Wietze, schreibt zum aktuellen Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Celle: "Die amtlich festgestellte SARS-CoV2-Inzidenz im Landkreis Celle hat die Marke von 150 überschritten. Einschneidende Maßnahmen, wie z.B. Ausgangssperren, werden damit wahrscheinlicher. Sofern man sich die werktäglichen Berichte des Gesundheitsamtes (wieso nicht am Wochenende?) anschaut, so ist dort im Text zwar von Quarantänen und Schließungen der Kitagruppen, Schulklassen und Behinderteneinrichtungen die Rede, jedoch fehlt jeder Hinweis auf Ausbruchsgeschehen in Gewerbe- und Industriebetrieben.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass in den zurückliegenden 12 Monaten zahlreiche fleischverarbeitende Unternehmen in ganz Deutschland zeitweilige, behördlich angeordnete Schließungen, Bußgelder und zusätzliche Auflagen hinnehmen mussten. Man erinnere sich an den Fall „Tönnies“ in Nordrhein-Westfalen. Diesem halfen selbst seine guten Verdrahtungen zur dortigen Landes- und Kreispolitik nicht mehr. Um so erstaunlicher stellt sich der scheinbar reibungslose Betrieb der Fa. Celler Land Frischgeflügel unter den herrschenden Pandemiebedingungen dar. Somit könnte das folgende Szenario bald Wirklichkeit werden: Wietzer Bürger – festgenagelt unter Ausgangssperre - schauen am späten Abend aus ihren Fenstern und erblicken Mitarbeiter des Wietzer Geflügelschlachthofs, welche auf der Bundesstraße 214 ihrem Arbeitsplatz entgegenstreben oder diesen soeben gerade verlassen. Alles eine Frage der 'Systemrelevanz'."


 

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