CELLE. In den Jahren 1941 und 1942 wurden mehr als 25 000 deutsche Juden in das von deutschen Truppen besetze Riga deportiert. Es waren überwiegend Frauen, Kinder und alte Menschen. Sie kamen aus zahlreichen Städten des damaligen Deutschen Reiches, unter anderem auch aus Gelsenkirchen. Das Ziel der Aktion war zunächst die Konzentration dieser deutschen Juden im Osten und schließlich ihre Vernichtung.

In einer Ausstellung in der Celler Synagoge, wird die Geschichte dieser Deportationen und des Massenmordes dargestellt. Die Bemühungen werden gezeigt, das Geschehen zu dokumentieren, aufzuarbeiten und in der Öffentlichkeit darüber zu berichten. Verschiedene Aktivitäten zur Erinnerung und Mahnung an das grausame Geschehen folgen. Die Palette reicht von der „Spurensuche“ durch Schülerinnen und Schüler bis zur Dokumentation der Namen in dem zweibändigen „Buch der Erinnerung“. Zugleich werden die Bemühungen um die Schaffung und Ausgestaltung einer Gräber- und Gedenkstätte für die Ermordeten im Wald von Riga-Bikernieki dokumentiert. Die Ausstellung konzipiert hat der  Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24

Eröffnung:          Donnerstag, 7. September 2017, 19.00 Uhr

Laufzeit:              8. September bis 29. Oktober 2017

Einführung:        Generalmajor a.D. Adalbert Baron von der Recke, Ehrenvorsitzender Landesverbandes Niedersachsen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Veranstalter:     Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

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