CELLE. Landrat Klaus Wiswe eröffnete gestern zusammen mit dem Vorsitzenden der DFG-Celle (Deutsch-Finnische-Gesellschaft), Wilhelm Tietje, die erstmals in Deutschland zu sehende Ausstellung „Pro Finlandia. Finnlands Weg in die Unabhängigkeit“ im neuen Kreistagssaal Celle. Entstanden ist diese aus einer Ausstellung im Nationalarchiv Finnland aus den Jahren 2015 und 2016.

Die anlässlich des Festjahres 2017 zur 100-jährigen staatlichen Unabhängigkeit Finnlands von Russland konzipierte, neue Wanderausstellung, behandelt die historischen Beziehungen Finnlands zu Deutschland, Großbritannien und Österreich-Ungarn vom Mittelalter bis Anfang der 1920er-Jahre. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem 19. Jahrhundert und der Zeit des Ersten Weltkrieges.

Auf 15 Plakaten wird die Verbundenheit Finnlands mit Deutschland, Großbritannien und Österreich-Ungarns über verschiedene Themen dokumentiert. So entstanden frühe Kontakte durch Handelsbeziehungen im Ostseeraum, später brachten die Reformation und der Dreißigjährige Krieg weitere Berührungspunkte mit sich. Im 19. Jahrhundert standen die Wissenschaft und die Kunst im Fokus. So unterstützten deutsche, britische, österreichische und ungarische Wissenschaftler und Künstler das finnische Unabhängigkeitsbestreben in der „Pro Finlandia“-Petition, welche Namensgeber für die Ausstellung ist.

Ergänzt werden soll diese durch eine weitere Ausstellung über Jean Sibelius, einen der wohl bekanntesten finnischen Künstler.

Zu besichtigen ist die Ausstellung bis Freitag, den 24. März 2017 im neuen Kreistagssaal, Trift 26 in 29221 Celle.
Mo-Di 8-16 Uhr, Mi 8-13 Uhr, Do 8-17 Uhr, Fr 8-13 Uhr

Pro Finlandia Pro Finlandia 1

Text: Gunnar Bantz
Fotos: Peter Müller

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.