HERMANNSBURG. Lebendig, bunt, unterwegs in ihrem Alltag: die Menschen Syriens noch vor sieben Jahren. Die Munsteraner Künstlerin Natalia Rudolf hat sie in großformatigen, farbenfrohen Gemälden festgehalten. Unter dem Titel „folc in Bewegung“ eröffnet das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) am Sonntag, 17. September, um 12 Uhr, im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus eine Kunstausstellung mit Bildern von einem Land, dass es heute so nicht mehr gibt.

Damaskus, Aleppo, Palmyra – Städte, deren pulsierendes Leben die Malerin Natalia Rudolf im Herbst 2010 als Teilnehmerin einer Reise der Munsteraner St.-Urbani-Kirchengemeinde erlebte. Heute sind sie als Folge des Bürgerkrieges, so wie das Land selbst, nahezu zerstört. „Der intensivste Impuls, den sie dort im Lande aufnahm, waren Menschengruppen auf Märkten, an Sehenswürdigkeiten oder auf den Straßen“, erinnert sich Pastor Dr. Johannes Schoon-Janssen, der die Reisegruppe damals leitete.

Bei dieser Reise sei auch das Bild vom Volk entstanden, „das sich in einer guten Bewegung befindet, so wie vor vielen Jahren das heilige Gottesvolk Israel auf der Flucht aus Ägypten und auf dem Weg ins gelobte Land.“ Natalia Rudolf habe aus diesen Eindrücken in den folgenden Jahren bis heute das Thema „Volk“ in ihren Bildern variiert und parallel zu den politischen Veränderungen vor allem im arabischen Raum immer wieder neu aufgegriffen.

„Heute ist dieses Thema auch hier für uns in Deutschland so aktuell wie schon lange nicht mehr“, meint Schoon-Jansen. Er wird am Eröffnungssonntag gemeinsam mit ELM-Ausstellungskoordinatorin Helene Pede in die Schau der Bilder von Natalia Rudolf einführen. Besondere Akzente setzen begleitend markante Skulpturen ihres Ehemannes Wladimir. Einmal mehr ergänzen sich damit in dieser Kunstausstellung die malerische und die plastische Ausdrucksform des Künstlerehepaares auf kongeniale Weise. Mit beiden besteht am Eröffnungstag Gelegenheit zum Austausch.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Orientalischen Buffet im Ludwig-Harms-Haus „Café-Restaurant Candace“. Anmeldung hierfür unter 05052/69-270) Für Informationen zur Ausstellung und der Möglichkeit von Führungen steht Helene Pede unter (05052) 69-219 gern zur Verfügung.
Auskünfte über das Künstlerehepaar auch unter auf seiner Internetseite http://art-ru.de/

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