Künstler Peter Barth präsentiert aktuelle Ausstellung zum Celler Massaker auf Homepage

Gesellschaft Von Extern | am So., 29.03.2020 - 17:13

CELLE. Vor 75 Jahren, am 8. April 1945, wurde bei einem Bombenangriff auf die Bahnanlagen beim Celler Güterbahnhof ein Transportzug mit KZ-Häftlingen getroffen, der auf dem Weg in das Konzentrationslager Bergen-Belsen war. Ein Teil der Überlebenden konnte sich aus den Waggons befreien und fliehen, verfolgt von Angehörigen der SS, der Wehrmacht, der Polizei und Celler Zivilisten. Diese ermordeten 170 der Fliehenden.

Die aktuelle Ausstellung von Peter Barth in der Synagoge Celle erinnert an das Massaker vom April 1945. Mit 170 fiktiven Porträts versucht der in Celle geborene Künstler, die Ermordeten aus dem Fluss des Vergessens herauszuholen und ihnen ein Gesicht zu geben – auch wenn ihr tatsächliches Aussehen nicht wiederzugeben ist.

Im Kampf gegen die Weiterverbreitung des Corona-Virus wurde auch die Ausstellung in der Celler Synagoge geschlossen. Sie kann jetzt online besichtigt werden auf   www.peterbarth-art.de