Automatisiertes Waldbrand-Früherkennungs-System erneuert

Umwelt Von Redaktion | am Di., 23.02.2021 - 17:08

LÜNEBURG. Die Niedersächsischen Landesforsten betreiben im Auftrage des Landes das "Automatisierte Waldbrand-Früherkennungs-System" (AWFS) in Lüneburg. Momentan wird es modernisiert. Die Arbeiten werden pünktlich zum Beginn der Waldbrandsaison, die im letzten Jahr bereits Mitte März begonnen hat, abgeschlossen sein, teilen die Landesforsten mit. Damit werde die Waldbrandvorsorge in den besonders gefährdeten Risikogebieten im nord-östlichen Niedersachsen auch für die Zukunft sichergestellt. Das überwachte Gebiet erstreckt sich auf die sechs Landkreise Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle.

Die Technik, die ursprünglich vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) entwickelt worden ist, hat sich laut den Landesforsten seit ihrer Inbetriebnahme 2011 vielfach bewährt. Die optischen Sensoren des Systems stellen demnach eine flächendeckende Überwachung sicher und können selbst in 20 km Entfernung Rauchentwicklungen durch Entstehungsbrände erkennen und exakt verorten. Ziel ist es, Waldbrände so früh wie möglich zu lokalisieren und erfolgreich zu bekämpfen, um die Entwicklung größerer Brandereignisse zu verhindern und Schäden für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten.

"Das AWFS war mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Die Überwachungs-Kameras werden zurzeit durch leistungsfähigere Modelle ersetzt. In der Zentrale in Lüneburg sorgen ein neuer Server und neue Rechner an den fünf Arbeitsplätzen für schnellere Auswertungsmöglichkeiten der übertragenen Bilder. Eine neue Großbildwand gibt unseren Brandwächtern die Möglichkeit unklare Warnmeldungen schneller und besser gemeinsam zu beurteilen", erläutert Helmut Beuke, Leiter der Projektstelle Waldbrandprävention, die zurzeit laufenden Modernisierungsschritte.

Ab Waldbrandwarnstufe 3 ist die Lüneburger Zentrale mit speziell geschulten Forstwirten besetzt und überwacht eine 440.000 Hektar große Waldfläche im nord-östlichen Niedersachsen. Die überwachte Gesamtfläche liegt bei fast einer Million Hektar. Die 20 optischen Sensoren des Systems verteilt auf 17 Standorte seien in der Lage, eine flächendeckende Überwachung sicherzustellen. Dabei erkennen sie besser als das menschliche Auge selbst in 20 Kilometer Entfernung noch Entstehungsbrände. Sobald eine der hochempfindlichen Sensoreinheiten des Systems eine Rauchentwicklung aufgespürt hat, erfolgt eine automatische Meldung an die Zentrale. Hier wird die Meldung der Livebilder ausgewertet, analysiert und eine exakte Verortung über eine Kreuzpeilung der verschiedenen Kamerastandorte vorgenommen. Bei einem bestätigten Brandereignis wird sofort die zuständige Feuerwehrleitzentrale benachrichtigt und mit den notwendigen Informationen versorgt.
 

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