CELLE. Spannende Autoren-Lesungen im Lesezelt und ein Bilderbuchkino im Bus der Fahrbücherei begeisterten Jung und Alt auf dem Arno-Schmidt-Platz vor der Stadtbibliothek. Mit den Worten: „Tino ist nicht Jens Schumacher“ kommentierte der Schriftsteller Martin Klein die Programmänderung zu Beginn der Veranstaltung. Tino Bussalb sprang für den erkrankten Jens Schumacher ein und zeichnete in Windeseile für Groß und Klein tolle Bilder zum Mitnehmen. Er schreibt nicht nur wunderschöne Kinderbücher, sondern ist auch als Illustrator tätig.

Als kleiner Junge sah Martin Klein einen Sternenhimmel mit Sternschnuppen an der Ostsee. Als sich sein Wunsch, Mittelstürmer beim BvB Dortmund zu werden, nicht erfüllte, wurde er Schriftsteller. Zum Glück! So konnten alle Zuhörer gebannt der Geschichte vom kleinen Hasen Nebo und seinen Abenteuern als Hütehase aus dem Buch „Der Sternenhase“ folgen. Und wie nebenbei lernte man Sternbilder des Nachthimmels kennen, die in den Bildern der Geschichte den Hasen begleiten.

Mit „Azizas Lieblingshuhn“ entführte Salim Alafenisch, Sohn eines Beduinen-Scheichs, einfühlsam und märchenhaft in ein Wüstendorf. Eine lustige und intelligente Geschichte zur Rettung eines geliebten Huhns. Um dem Kochtopf zu entgehen, passen Aziza und eine Schlange auf. Auch dieses Buch ist wunderschön anzusehen und die Details laden zum Lachen ein.

Lebhaft und sehr anschaulich erzählte Iris Lemanczyk aus „Mein Lehrer kommt im Briefumschlag“ wie in Neuseeland gelernt wird und wie ein kranker Delphin vom Lernen abhalten, aber auch viel Gutes bringen kann. Mit ihren Fragen an die Kinder fühlten sich alle mitten im Geschehen und versuchten, den Fortgang der Geschichte mit Begeisterung zu erraten, bevor Iris Lemanczyk weitererzählten konnte.

Pantomime und viel Komik begleiteten Thomas Hauck bei der Lesung aus seinem schön bebilderten Buch „Die verschwundene Sommersprosse“. Eine Geschichte über Freundschaft, über die beste Freundin und den besten Freund, die viel Anklang fand. Den Ausflug in andere Lese-Welten beendete Ibrahima Ndiaye. Ibou animierte mit Gesang und Trommel alle Gäste zum Mitsingen und viele Kinder wurden zu Darstellern in seinem Märchen. Mit viel Spaß und Begeisterung wurden alle Anwesenden von der Prinzessin, ihren drei Heiratskandidaten, der Schlange, den Königseltern und dem mitreißenden Erzähler in ein Dorf im Senegal entführt.

Spannendes gab es auch für Kindergarten-Kinder. Schauplatz war das Bilderbuchkino im Bücherbus der Fahrbücherei von Johannes von Freymann und seinem Team. Zu den wunderschönen Bildern des Buches „Kim kann stark sein“ von Elisabeth Zöller wurde der Text einfühlsam und liebevoll vorgelesen, rote Sitzsäcke und die gemütliche Rückbank des Busses luden zum Verweilen und Zuhören ein. Alles in allem ein rundum gelungener Nachmittag für kleine und große Zuhörer.

Salim Alafenisch

Thomas Hauck

Martin Klein

Iris Lemanczyk

Ibou

Text: Claudia Rekersbrink

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