CELLE. Im Februar startet bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Celle das Projekt „Musik gegen Rassismus“ im Rahmen des Förderprogrammes „Demokratie leben. Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Treffen sind jeden Sonntag, von 11.30-13.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Evangelisch- lutherische Kreuzkirche.

Kadri Kiziyel begleitet das Projekt. „Musik ist eine andere Art der Sprache. Sie ist vielfältig, farbig und für jeden verständlich“, erzählt Kiziyel, der sich darüber freut, dass sich bereits 18 Musikbegeisterte angemeldet haben. Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremes Gedankengut sind in unserer Gesellschaft kein Randphänomen, sagt Kiziyel: „Rechtsextremismus ist ein zentrales Problem der demokratischen Gesellschaft und tritt auf vielfältige Art und Weise auf“. Dilek Ham-Cifci, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin und Migrationsberaterin des AWO Kreisverbandes Celle e.V., fügt hinzu: „Das Musikprojekt will die in der Stadt lebenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei unterstützen, sich durch die Musik auszudrücken und ein besseres gemeinschaftliches Miteinander zu entwickeln, durch Tanzen und Musizieren gegenseitige kulturelle Teilhabe erleben.“

Auch im Alltagsleben fänden sich intolerante Grundeinstellungen, autoritäre Denkmuster, Gewaltbereitschaft gegen Andersdenkende und eine Ablehnung von Menschen mit Migrationshintergrund wieder. Der Vorsitzende des AWO Kreisverbands Celle e.V., Dieter Abelmann betont: „Mit unserem Projekt treten wir für Freiheit, Demokratie, die Einhaltung der Menschenrechte, Toleranz und Akzeptanz, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Gewaltlosigkeit ein.“ Mit dem Projektangebot könnten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Zugehörigkeit erfahren, die eigene Persönlichkeit entwickeln und eigenverantwortliches, solidarisches Handeln lernen. Weitere Informationen: www.awo-celle.de sowie www.dl-celle.de oder www.demokratie-leben.de



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