Bahn will Bahnhofstunnel ab Mai reparieren - Mende: "Damit kann ich leben"

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Fr., 12.02.2016 - 15:24

CELLE. Gibt es in der Unterführung am Bahnhof nie wieder Eiszapfen? Nach der jüngsten Auskunft der Bahn will man im Mai mit Bauarbeiten beginnen, die einen erneuten Wassereintritt zukünftig verhindern sollen. In der Vergangenheit war es in dem Brückenbauwerk wiederholt zu Wasseransammlungen gekommen, durch die sich entweder große Pfützen am Boden oder Eiszapfen an der Tunneldecke gebildet haben. Beides musste aufwändig beseitigt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Nach unserer Berichterstattung hatte sich die Bahn darum gekümmert und auch die Stadt  erneut schriftlich an den Vorstandschef der Bahn gewandt.

In einem Schreiben an Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende hat der Konzernbevollmächtigte für Bremen und Niedersachsen, Ulrich Bischoping, nunmehr Abhilfe angekündigt. Bischoping bedauert ausdrücklich die entstandenen Unannehmlichkeiten und erläutert ausführlich die Ergebnisse der bisherigen Mängelsuche. Verzögerungen hätten sich dadurch ergeben, dass verschiedene zunächst vermutete Ursachen mit viel Aufwand nach und nach ausgeschlossen werden mussten. Letztlich seien die Experten aber zu einem eindeutigen Urteil gekommen: Ein nachträglich einzubauendes Entwässerungssystem in den Betonbögen der Bahnsteigbrücken werde das überschüssige Wasser künftig kontrolliert durch vorhandene Schächte abführen. Laut Bischoping können die Bauarbeiten jedoch wegen der erforderlichen Sperrpausen an der stark befahrenen Strecke erst ab dem 18. Mai begonnen werden.

Mende: „Ich bin froh, dass Dr. Grube auf mein Schreiben reagiert hat. Ich denke, die Bahn wird die Situation jetzt in den Griff bekommen. Man sieht, wie kompliziert technische Bauwerke sind und wie selbst hoch qualifizierte Fachleute mit ihren Berechnungen daneben liegen können. Letztlich bestätigt sich hier, dass wir mit der Bahn auf verschiedenen Ebenen ganz hervorragend zusammenarbeiten. Damit, dass wir jetzt bis Mai warten müssen, kann ich leben.“
Foto: Peter Müller