NABU gibt Tipps gegen Langeweile: Bauanleitung für ein Insektenhotel

Umwelt Von Extern | am Do., 26.03.2020 - 15:16

CELLE. Im Handel gibt es zahllose Varianten von Insektenhotels. Große, kleine, bunte, schräge. Dabei braucht es noch nicht einmal eine teure Luxus-Immobilie, um Wildbienen und Co. zu helfen, wissen die Experten vom NABU. Viel günstiger und oft auch Erfolg versprechender gehe es schon mit einfachen Mitteln. Mit Utensilien, die viele ohnehin zu Hause haben: in der Garage, im Garten oder im Keller. In fünf einfachen Schritten können alle zum eigenen Hotelbesitzer für Insekten werden.

Benötigte Materialien:

- leere und saubere Konservendose

- mehrere Bambusstangen

- Eisensäge

- Holzbohrer

- Watte oder Baumwolle

- Bindfaden

 

Fünf einfache Schritte:

1.    Dose öffnen.

2.    Bambus in kleine Segmente sägen, so dass diese etwas länger als die Dose sind.

3.    Mit den Bohrern eventuell vorhandene Tülle aus Bambusstangen entfernen. Damit sich die Insekten nicht an rissigen Kanten verletzen, sollten scharfkantige Stellen mit Sand- oder Schleifpapier abgerundet werden.

4.    Bambusstangen dürfen nicht durchgehend offen sein. Falls doch, eine Seite mit Watte oder Baumwolle verschließen.

5.    Bambusstangen straff in Dose stecken, an einen geeigneten Platz legen oder mit einem Bindfaden aufhängen. Ein wichtiger Faktor für den Standort eines Insektenhotels ist der Schutz vor Kälte, Wind und Feuchtigkeit. Daher bitte immer einen Standort im Süden, niemals jedoch Richtung Wetterseite, wählen.

Um die Hotelgäste vor hungrigen Vögeln zu schützen, kann man Nisthilfen mit einem Drahtgeflecht oder Netz schützen. Gut bewährt hat sich zum Beispiel ein im Abstand von 20 Zentimetern vor den Nisthilfen gespanntes, blaues Kunststoffnetz mit einer Maschenweite von drei mal drei Zentimetern. Diese Maschenweite ermöglicht den Wildbienen das problemlose Durchfliegen und hält Vögel fern. Feinfaserige, grüne „Vogelschutznetze“ wären für Wildbienen viel zu engmaschig und gefährden zudem Vögel und Igel. Untersuchungen ergaben, dass blaue Netze besonders gut von den Vögeln wahrgenommen und gemieden werden und in der Regel keine Gefahr für Tiere darstellen.