CELLE. Die Verwaltung unter Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge möchte das Thema „Wohnen“ mehr in den Fokus zu rücken und mehr Platz für Familien anbieten. Jüngstes Projekt ist das Baugebiet „Im Tale“ in Groß Hehlen. Am morgigen Donnerstag (17 Uhr, Alte Exerzierhalle, Am Französischen Garten 1, 29221 Celle) beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen erneut mit dem Thema. Dabei geht es um den Entwurf und öffentliche Auslegung des Bebauungsplans. In Folge könnte im ersten Quartal 2019 mit der Vergabe der Grundstücke, im zweiten und dritten Quartal mit dem Verkauf und schließlich im vierten Quartal mit dem Bau begonnen werden.

„Wir planen aktuell mit zwei Bereichen“, erläutert Stadtbaurat Ulrich Kinder. „Im östlichen Teil werden rund 80 Baugrundstücke entwickelt und verkauft. Einen Teil des westlichen Plangebietes werden wir ausschreiben und durch einen Investor vermarkten lassen.“ Entstehen soll hier eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe.

„Bei den 80 stadteigenen Grundstücken legen wir großen Wert auf eine harmonische Gestaltung“, betont Kinder. Das beginnt zum einen mit einem begrünten Areal, das künftig der Naherholung dienen soll und endet mit den festgesetzten Bauformen, die zweigeschossige Einfamilienhäuser, die sogenannten Stadtvillen, das klassische Einfamilienhaus mit geneigtem Dach sowie ebenerdige Bungalows vorsehen.

Vergeben werden sollen die Grundstücke nach einem Punktesystem, das die Verwaltung nochmals angepasst hat. Darüber wird im Ausschuss am Donnerstag nochmals diskutiert werden. Dabei sollen laut Stadtverwaltung insbesondere Menschen zum Zuge kommen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen: das heißt Beschäftigte der Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, des Technischen Hilfswerks, caritativer Einrichtungen oder anderweitig ehrenamtlich Engagierte. Ebenso im Fokus: Familien, Ehepaare und Lebensgemeinschaften, Haushalte, in denen mindestens ein Kind unter 16 Jahren lebt und Schwerbehinderte.

„Im Investorenteil sehen wir künftig ein Mischgebiet aus Wohnen und Gewerbe vor“, so der Baurat. „Das kann vielfältige Wohnformen wie Doppel- und Reihenhäuser, kleiner Mehrfamilienhäuser sowie kleinteilige gewerbliche Nutzung beinhalten.“ Auch für diesen Bereich gelten die dann festgelegten Vergabekriterien.

Wenn die Mitglieder des Bauausschusses die Empfehlung geben und der Verwaltungsausschuss am 27. November der Vorlage zustimmt, dann kann es losgehen mit Bauen und Wohnen „Im Tale“.



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