"Beben" im Landkreis und Umland - Probte Bundeswehr "zu heftig"?

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Do., 14.10.2021 - 12:33

WIETZE/NIENHORST. Einwohner aus dem Landkreis Celle berichten von einem mysteriösen Beben, das gestern Nachmittag zu spüren war. "Das ging über Minuten und teilweise war es so laut und dumpf, dass sogar der Boden vibriert hat", berichte Marcel Schuppenies aus Nienhorst. 

"Alles hat gewackelt, rund fünf Minuten lang", berichtet ein Anwohner aus Wietze. In der dortigen Facebook-Gruppe wird entsprechend spekuliert. Auch im Großraum Hannover, in Langenhagen, Isernhagen, Uetze, Neustadt und Seelze sollen Fenster vibriert und Möbel gewackelt haben. ""Ein lautes Grummeln und einige laute Knallgeräusche. Ich dachte an Gewitter oder Geschützfeuer vom Truppenübungsplatz. Meine Eltern wohnen auch hier im Ort und bei ihnen hat sogar das Geschirr in den Schränken geklappert", ergänzt Schuppenies.

Gestern gegen 16.45 Uhr soll es passiert sein. Weder Gewitter noch größere auffällige Flugzeuge seien dafür verantwortlich und die Bundesanstalt für Geowissenschaften habe kein Erdbeben gemessen. Netzgerüchte geben einem Überschallflugzeug die Schuld - dagegen spricht die offensichtliche Dauer von rund fünf Minuten. 

Bleibt als mögliche Ursache groß angelegte Schießübungen auf den Truppenübungsplätzen in Bergen und dem Ostenholzer Moor. Ein Bundeswehrsprecher bestätigt die Übungen, aber um diese Zeit sei das Manöver "längst abgeschlossen gewesen", ist er überzeugt. Mindestens einen Anwohner in Wietze überzeugt das nicht: "Die Bundeswehr hat rumgeballert. Alles hat gewackelt. Ich habe das noch nie so heftig erlebt."