Beeinträchtigen Altlasten geplantes Lachendorfer Baugebiet?

Politik Von Redaktion | am Do., 02.06.2016 - 12:34

LACHENDORF. Der örtliche Kandidat der Grünen für die Kommunalwahl im September, Christian Brandes, kritisiert die Pläne zur Ausweisung eines neuen Baugebietes in Lachendorf. Zudem seien bereits vor der Genehmigung des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat die ersten Bäume gefällt worden. Nun liege der Bebauungsplan öffentlich aus und es tauchten neue Fragen auf. Direkt neben dem Baugebiet, in dem junge Familien wohnen sollen, gibt es laut Brandes Altlasten im Boden.

In den siebziger Jahren habe eine Mülldeponie mit nicht näher bekanntem Inhalt an das Areal gegrenzt. Das führe nun dazu, dass im gesamten Bereich kein Brunnen zur Gartenbewässerung angelegt werden dürfe und die Versickerung des gesamten Oberflächenwassers zentral über einen hinteren Bereich erfolgen solle, so Brandes weiter. Aus demselben Grund dürfe in einem Bereich des geplanten Gebietes kein Keller gebaut werden.

"Als die Option dieses Gebietes für mögliches Bauland das erste Mal dem Gemeinderat vorgestellt wurde, war keine Rede von der Altlast in direkter Nachbarschaft und dass die Grundstücke davon betroffen sein könnten", erinnert sich Brandes. Nun habe sogar der Landkreis Bedenken bezüglich der ausgewählten Ausgleichsflächen und fordere Informationen nach. Des weiteren müssten noch drei besonders geschützte Nester von Waldameisen umgesiedelt werden, um dieses Gebiet zu realisieren.

"Die Auswahl dieses Areals wird immer fragwürdiger. Nicht nur, dass das Gebiet ausserhalb der Umgehungsstrasse und auch ausserhalb des verabschiedeten Dorfentwicklungsplanes liegt, jetzt auch noch neben Schadstoffen im Boden", so der Grünen-Politiker. Er fragt sich, ob potentielle Käufer aktiv auf die Altlast und die damit einhergehenden Beschränkungen hingewiesen werden. Oder werde bei Bedarf im Nachhinein auf den ja bekannt gemachten Bebauungsplan verwiesen? "Ich frage mich mittlerweile, was trotz all dieser Umstände, die Verwaltung dazu veranlasst hat, genau dieses Gebiet zur Bebauung vorzuschlagen, so Christian Brandes.