WATHLINGEN. Gestern wurde der Planfeststellungsantrag durch die Kali und Salz (k+s) beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld eingereicht. Ab dem 16. Januar 2018 soll dann die öffentliche Auslegung erfolgen, so dass nun die Gemeinden Nienhagen und Wathlingen aufgefordert werden, im Rahmen der Anhörung ihre Anregungen und Bedenken zu dem Projekt vorzutragen. „Mit dem Antrag wird das Projekt nun konkret dargestellt und mit Gutachten und Untersuchungen belegt. Damit kann nun konkret gearbeitet werden“, so Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms.

Gleichgerichtete Interessen bekunden die Gemeinden Nienhagen und Wathlingen hinsichtlich der Begrünung des Kaliberges in Wathlingen. Die beiden Bürgermeister Jörg Makel (SPD/Nienhagen) und Torsten Harms (CDU/Wathlingen) haben daher vereinbart, sich eng abzustimmen. Man wolle in den Fragen des Schutzes der Bevölkerung und der künftigen Verkehrsbelastung eng zusammenarbeiten. Beide Gemeinden haben bereits zwei Anwälte beauftragt, die die Planfeststellungsunterlagen durcharbeiten werden. „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass eine Verhinderungstaktik zum Ziel führen wird. Daher werden wir uns konstruktiv und engagiert dafür einsetzen, die Auswirkungen für Bürger und Umwelt  so gering wie möglich zu halten“, so Harms und Makel in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die beiden Gemeinden wollen gemeinsam mit der Samtgemeindeverwaltung eine Stellungnahme erarbeiten, die auch konkrete Forderungen enthält. Die Fragen der Verkehrslenkung, der störungsfreie und transparente Betriebsablauf am Kaliberg und das Konzept der Nachnutzung sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Ein Nachnutzungskonzept habe k+s bisher mit den Gemeinden nicht angesprochen. Für die Bürgermeister ist dabei auch wichtig, „dass die Bevölkerung eben nicht nur 25 Jahre Nachteile in Kauf nehmen muss, sondern dafür auch entsprechend entschädigt wird“. Die Verwaltungschefs haben sich auch darauf verständigt, die Bevölkerung im Rahmen des Verfahrens über Argumente und den Stand des Verfahrens zu informieren, sie sehen aber auch hier eine Bringpflicht der k+s.

 

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