CELLE. Am 3. August 2014 überfiel die Terrormiliz IS die nordirakische Stadt Shingal und richtete ein Massaker unter den dort lebenden Êzîdeninnen und Êzîden an. Zum dritten Jahrestag erklärt die Celler Kreistags- und Stadtratsabgeordnete Behiye Uca, auch im Namen des Landesvorstands der Partei Die Linke:

„Das Massaker von Shingal jährt sich zum dritten Mal. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen wurden mehr als 1300 Êzîdinnen und Êzîden getötet. 200.000 Zivilisten wurden durch die damalige IS-Offensive vertrieben. Über 5000 ezidische Frauen und Mädchen wurden verschleppt, wovon sich etwa die Häfte noch heute in den Händen der Terroristen befinden sollen. Sie werden versklavt, vergewaltigt, verkauft. Der 3. August ist für Êzîdinnen und Êzîden weltweit ein Tag der Trauer und der Erinnerung. Nach wie vor ist eine wichtige Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, sich der Situation der Frauen in Gefangenschaft anzunehmen. Im September 2016 wurde die Ezidin Nadia Murad zur UN-„Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel“ ernannt. Ihr Ziel ist es, die Verbrechen vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Aus meiner Sicht ist es an der Zeit, das Êzîdentum als eigenständige und unabhängige Glaubensgemeinschaft anzuerkennen, und es geht auch um die internationale Unterstützung beim Wiederaufbau.“

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