CELLE. Wer in diesen Tagen nach oder durch Celle muss und wieder hinaus, hat es nicht leicht. Zu manch ohnehin wirren Verkehrsführungen prüfen seit heute gleich mehrere Vollsperrungen die Geduld der Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Geschäftstreibenden. Aber auch vermeintlich nicht direkt betroffene Anlieger wie Mark Jorczyk, Inhaber der Classic Tankstelle in Groß Hehlen, müssen erneut wegen offenbar mangelhafter Kommunikation erhebliche Geschäftseinbußen befürchten.

Erst wenige Tage vorher habe er von der Vollsperrung erfahren. Im vergangenen Jahr traf es ihn in Hambühren. Dort kam hinzu, dass sich wochenlang nichts auf der Baustelle tat und erst nach einem Videobeweis auf CELLEHEUTE.TV die zuständige Behörde den gesperrten Abschnitt zwischenzeitlich freigab.

http://www.celleheute.de/behoerde-lenkt-ein-b-214-vollsperrung-voruebergehend-aufgehoben/

„Unsere Tankstelle wird hinter der Umleitung noch in einer Sackgasse erreichbar sein, auch für LKW. Ärgerlich dabei ist, dass gerade in dieser Zeit unsere WM–Aktion beworben wird“, so Jorczyk. „Im vergangenen Jahr hatte ich darum gebeten, dass man gerade uns Tankstellen als nicht gerade kleiner Steuerzahler eher informieren sollte, dann könnte man die Personalplanung optimieren und eventuelle Umbauten usw. planen. Das ist natürlich wieder mal im Sande verlaufen“, ärgert sich der Betreiber.

Auf Nachfrage von CELLEHEUTE versucht der zuständige Fachbereichsleiter Rick Graue von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu beschwichtigen: „Betriebe, die sich direkt im Baustellenbereich befinden, wurden durch eine Anliegerveranstaltung Anfang März dieses Jahres sowie entsprechende Anliegereinwurfzettel informiert. Die angesprochene Classic-Tankstelle befindet sich außerhalb des Baustellenbereiches und ist jederzeit erreichbar.“

„Wen will die Behörde in seinem Fall informiert haben?“ fragt sich Jorczyk. „Die Tankstelle gleicht einer Geistertankstelle. Scheinbar haben die im Vorfeld mit den Bäumen zwischen Groß Hehlen und Wolthausen gesprochen!“ In der Tat gibt es auf der gesamten Strecke keinen Betrieb, nur die Tankstelle ist unmittelbar betroffen. Immerhin erlaubte ihm die Behörde das Anbringen von Hinweisschildern – auf eigene Kosten.

Fotos: Peter Müller

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