Bergen nutzt Möglichkeiten im „Digitalpakt Schule“

Politik Von Susanne Zaulick | am Do., 06.08.2020 - 18:09

BERGEN. Ein aktuell aufgelegtes Sofortausstattungsprogramm des Kultusministeriums hat Bewegung in die Debatte um die Beteiligung der Berger Verwaltung am Digitalpakt gebracht. Das teilt heute die Stadtverwaltung Bergen mit. Das Programm ermögliche die Anschaffung von mobilen Endgeräten (Laptops oder Tablets) für den Unterricht und verzichte dabei auf weitere Bedingungen. Ende Juni war bereits von Seiten der Schulleiterin der Hinrich-Wolff-Schule in einer Sitzung des Schulausschusses angeregt worden, diese aktuellen Möglichkeiten zu nutzen, die allerdings nur so lange gültig seien, wie der reguläre Schulbetrieb außer Kraft gesetzt ist. Die Verwaltung wurde dann durch die Ausschussmitglieder beauftragt, hier schnellstmöglich einen Antrag zu stellen. Dies war laut einem Bericht der Celleschen Zeitung zunächst nicht geschehen mit der Begründung, dass die personellen IT-Kapazitäten nicht ausreichend seien. Die Ratsmehrheit hatte zuvor beschlossen, Stellen in diesem Bereich nicht neu zu besetzen. Nun wurde offenbar doch eine Lösung gefunden, Gelder für die Endgeräte zu beantragen.

Aus der Stadtverwaltung heißt es dazu: "Ein vorheriger Erlass hatte den Mittelbezug an die Schaffung von umfangreicher IT-Infrastruktur geknüpft." Nun sei aber eine Lösung für die Abschöpfung der Fördermittel gefunden worden, die "sowohl Politik als auch Bürger freuen dürfte". Für die Beschaffung stünden der Stadt Mittel in Höhe von knapp 30.000 Euro zur Verfügung. Diese würden nun beantragt und anhand der Schülerzahlen auf die Berger Schulen verteilt. Dabei werde auf vorinstallierte Geräte zurückgegriffen, was wiederum die Personalressourcen in der IT-Abteilung schone. „Als Verwaltungschefin ist es mir natürlich enorm wichtig, dass Bergen attraktiv bleibt und nicht abgehängt wird“, so Bergens Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller. „Umso mehr freut es mich, dass wir eine Lösung finden konnten, die unsere IT nicht weiter belastet und gleichzeitig die Inanspruchnahme der Förderung ermöglicht. Ich gebe aber zu bedenken, dass wir nicht immer so viel Glück haben werden.“