Bergens Erfolgssportler nehmen Ehrungen entgegen

Sport Von Susanne Zaulick | am Do., 16.09.2021 - 17:59

BERGEN. Die erfolgreichsten sportlichen Nachwuchstalente konnten gestern bei der Bergener Sportlerehrung zum Bedauern der Veranstalter nicht dabei sein. Die Geschwister Marie und Max Dehning trainieren seit Kurzem in Leverkusen, wo sie sich auch auf das Abitur vorbereiten. Stellvertretend nahm ihr Trainer Björn Lippa die Urkunden und Präsente entgegen. Max Dehning rangiert mit seinen Leistungen im Speerwurf derzeit an der Weltspitze in seiner Altersklasse; Marie Dehning holte sich im Juli Bronze bei den Europameisterschaften im Siebenkampf.

Dennoch blieben für Susanne Slottke und Tanja Rißmann, die im Rathaus die Ehrung vorbereitet hatten, immerhin noch gut 60 Namen und Erfolge zu verlesen. An die meisten der Genannten konnten die Urkunden an diesem Abend übergeben werden. Als Vorsitzende des Ausschusses für soziale und gesellschaftliche Angelegenheiten gratulierte neben der Bürgermeisterin auch Ros-Marie Siemsglüß. Wie immer bei Sportlerehrungen in Bergen, war die Leichtathletikabteilung des TuS stark vertreten. Darüber hinaus konnten Sportschützen, Rettungsschwimmer und junge Fußballer Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene erringen (Einzelauflistung s. Anhang).

Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller begrüßte die SportlerInnen im Stadthaus und zeigte sich in Anbetracht der selten gewordenen Zusammenkünfte dieser Art erfreut über das „bunte Bild“, das die jungen und älteren Anwesenden abgaben. „Fallen und aufstehen, nur so kann man erfolgreich sein. Ich glaube, Sie wissen, wovon ich rede“, erklärte sie in Anlehnung an das Zitat eines Profisportlers. 

Als stellvertretender Landrat trat Henning Otte ans Mikrofon. „Sie haben Großes geleistet, und das gilt es auszuzeichnen“, sagte er an die SportlerInnen gewandt. Gerade unter den schwierigen Trainingsbedingungen in der Pandemie seien die Bestleistungen umso mehr anzuerkennen. Otte hob auch die Unterstützung für den Sport von Seiten der Kreis- und Bundespolitik hervor. Allein der Landkreis gebe jährlich rund 1,5 Millionen für die Unterhaltung der Sportstätten aus, hinzu kämen 215.000 Euro von der Stiftung der Sparkasse CGW. Aus dem Sportförderprogramm des Bundes profitiere Bergen bei der Sanierung des Stadtbades.

Der Vorsitzende des Kreissportbundes, Hartmut Ostermann, sprach die Nachwuchssorgen der Vereine an. Diese hätten immer mehr Probleme, Kinder und Jugendliche zu gewinnen. Die jüngeren unter den Geehrten forderte er auf: „Sprecht die an, holt die rein!“. Für die erfolgreichen jungen Sportler selbst wünschte er sich, dass sie als Trainer bzw. Übungsleiter ihr Können und Erfahrung weitergeben. „Der nächste Lehrgang ist für euch notiert, ihr braucht nur noch eure Namen eintragen.“ Ostermann betonte zugleich, dass die finanzielle Förderung nicht ausreiche da von Seiten der Vereine eine „exorbitante Flut an Anträgen“ eingegangen sei.

Das Thema Haushaltszwänge bekamen die SportlerInnen auch im Anschluss an den offiziellen Teil zu spüren. Statt Buffet stand diesmal Bratwurst auf dem Speisezettel, was die Laune der Anwesenden jedoch nicht beeinträchtigte.