Gesundheit, Freizeit, Fürsorge - Bergens Kinder weisen auf ihre Rechte hin

Gesellschaft Von Susanne Zaulick | am Mi., 20.11.2019 - 13:03

BERGEN. Mehrere hundert Kinder haben heute in Bergen auf die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte aufmerksam gemacht. Mit ihren Erzieherinnen und Lehrkräften waren sie am Vormittag auf den Friedensplatz gekommen, um Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller Teile eines Puzzles zu überreichen, in dem verschiedene Rechte, bunt gestaltet, am Ende zu einem großen Bild zusammen wuchsen. 

Ein Recht auf Gesundheit, Bildung, Meinung, Mitbestimmung, Freizeit, Fürsorge oder auch eine gesunde Erde forderten die Kindergarten- und Grundschulkinder aus dem gesamten Stadtgebiet. Jeweils zu Zweit oder in einer kleinen Gruppe traten sie vor die Bühne um ihre Forderungen zu überbringen, mit denen sie sich zuvor in den Kitas und Schulen beschäftigt hatten. Claudia Dettmar-Müller äußerte Verständnis hinsichtlich der Bedürfnisse: „Das trifft auch alles auf mich zu. Ich würde das auch für mich in Anspruch nehmen wollen“, sagte sie den Jungen und Mädchen und signalisierte damit: Kinderrechte sind auch Menschenrechte, die für alle Menschen gelten sollten. 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des vom Bund geförderten Programmes „Demokratie leben“ statt, an dem sich die Stadt Bergen gemeinsam mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen beteiligt. Am heutigen 20. November jährt sich der Tag der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum 30. Mal. Die Konvention, die auch Themenbereiche wie Kindersoldaten, Kinderarbeit, Kinderhandel oder sexueller Missbrauch beinhaltet, wurde in der Folge von allen UN-Mitgliedsstaaten mit Ausnahme der USA unterzeichnet. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende diesen Jahres die Kinderrechte auch in nationalem Recht festzuschreiben.