CELLE. Eine Schar interessierter Celler Bürger hatte sich auf Einladung der Deutsch-Russischen Gesellschaft Celle (DRG) e.V. am 27.September in Kunst & Bühne eingefunden, um mehr über die Celler Partnerstadt Tjumen zu erfahren. Nachdem die Vorsitzende, Evgenia Panteleeva-Stammen, die Gäste begrüßt hatte, stellte sie die westsibirische Erdöl-Metropole vor. Im späten 16. Jahrhundert gegründet, hat sich Tjumen bis heute ständig vergrößert und erlebt seit den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein wahre Blütezeit. Seit Bestehen der Städte-Partnerschaft haben sehr viele gemeinsame Projekte stattgefunden, die zum großen Teil auch in Kooperation mit der DRG-Celle durchgeführt wurden.

Im Laufe des Abends, der musikalisch durch Irina Schaaf mit Gitarre und Gesang begleitet wurde, berichteten verschiedene Gäste über ihren Aufenthalt in Tjumen. So kam z.B. eine Dame zu Wort, die in Tjumen geboren und aufgewachsen ist, nun aber schon seit 20 Jahren in Celle lebt. Ebenso interessant waren die Ausführungen eines Gastes, der Tjumen noch zu Sowjetzeiten in den 1970er Jahren in beruflichem Kontext besucht hatte. Stadtratsmitglied Dr. Jörg Rodenwaldt berichtete eindrücklich über seinen Besuch in Tjumen im Sommer 2016 als Mitglied einer Delegation der Stadt Celle. Etwas mehr Raum nahm der Lichtbildervortrag von Lothar Sander, Stadt Celle, ein. Sander war im April dieses Jahres zu einem Kongress der „Ökologischen Jugend“ in Tjumen. Seine Beobachtungen zum Umgang mit dem Thema Umweltschutz in der Region Tjumen fanden ebenfalls großes Interesse.

Alle Personen, die schon einmal dort gewesen sind, waren einhellig der Ansicht, dass die russische Gastfreundschaft überwältigend sei und Tjumen eine – in mehrfacher Hinsicht – sehr beeindruckende Stadt ist. Viele Anwesende sprachen sich nach einer Diskussionsrunde für eine weitere Stärkung der Beziehungen zu Tjumen aus. Zum Abschluss des Abends kam Helena Lukas (Niedersächsische Staatskanzlei/zuständig für Städte- und Länderpartnerschaften) zu Wort. Sie versprach, sich auch zukünftig für das Miteinander, sowie die Förderung entsprechender Projekte der Regionen einzusetzen. Gerade in diesen unruhigen Zeiten sei es wichtiger denn je, im Dialog zu bleiben.

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