CELLE. Leben, Erfahrungen, Zukunft, Glück – dies waren die zentralen Begriffe des Textes, den Poetry-Slammer Matti Linke den Zehnt- und Elftklässlern des Hermann-Billung- und des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums im Rahmen der gestrigen, großen Berufsorientierungsveranstaltung vortrug. Linke hatte im Jahr 2014 sein Abitur am HBG abgelegt, dann ein Studium begonnen, dasselbe abgebrochen, eine Lehre angefangen – und diese tatsächlich am Tag vor diesem Vortrag erfolgreich abgeschlossen. Er konnte also als lebendes Beispiel dafür betrachtet werden, dass Fehlentscheidungen zum Leben gehören und auch Umwege zum Glück führen können.

Allein: Wege müssen erkennbar sein, Möglichkeiten gesehen werden. Um das konkrete Aufzeigen von unterschiedlichen Wegen – sowohl in Ausbildung als auch in Studium – ging es aus diesem Grund der Berufsorientierung von HBG und KAVG, die in diesem Bereich als Kooperationspartner agieren. Die zertifizierten und vom Kultusministerium als „Leuchtturmschulen“ ausgezeichneten Bildungseinrichtungen nutzten den Zukunftstag gemeinsam, um den Schülern ein außergewöhnliches Spektrum anzubieten.

Die Schüler der Jahrgänge 9 nahmen an Workshops mit dem Schwerpunkt Ausbildungsberufe teil. Der Ansatz hierbei war, Berührung mit Berufen zu gewähren, die Schüler selbst meist nicht in Betracht ziehen. Ein wesentlicher Aspekt beruhte auf Einblicken in Erfahrungen als Ausgangsbasis für eigene Entscheidungen. Die Partner für direkte Einblicke in diese Themeninsel waren das Berufsinformationszentrum und Ausbildungsbotschafter der IHK.

Die Schüler der Jahrgänge 10 und 11 wählten fünf persönliche Favoriten innerhalb eines vielfältigen Angebotes unterschiedlichster Referenten (Vorträge/ Workshops) rund ums Studium aus. Das Spektrum reichte von Universitäten, Hochschulen, Akademien, Dualem Studium, Trialem Modell, Finanzierung durch Stipendien, Überbrückungszeiten, Potentialanalyse und Bewerbungsanalyse bis zum Angebot für all diejenigen, die noch nicht wissen, wo der Weg hingehen solle: dem ZEIT-Studienführer zur Orientierung. Ansatz insgesamt war es laut dem Lehrerkollegium, die Schüler selbst für sich Möglichkeiten ausloten und wahrnehmen zu lassen.

Damit die vielen Impulse für Eigeninitiativen erfolgreich gesetzt werden konnten, hatten im Vorfeld Schule, Eltern und Schüler für viele Monate Hand in Hand gearbeitet. Die regional und überregional gewonnenen Partner boten eine große Vielfalt an Perspektiven. Man solle sich mit den richtigen Taten und Erfahrungen das Wort ‚Glück‘ in sein Lebensbuch schreiben, in der Hoffnung, dass es am Ende mehr als ein Wort werde, hatte Matti Linke ausgeführt. Letztlich sei, so konnte man folgern, also jeder seines Glückes Schmied. „Was das Berufsglück anbelangt, sind den Schülern an HBG und KAVG zahlreiche geeignete Schmieden gezeigt worden“, bilanzieren die Organisatoren der Veranstaltung.

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