BERLIN. Eine Betriebsrente, bei der der Arbeitnehmer mit einer Direktversicherung fürs Alter sparen möchte, lohnt sich nur dann, wenn der Chef ein gutes Angebot aussucht und selbst Geld beisteuert. Tut er dies nicht, sollte man noch warten. Spätestens 2019 muss der Arbeitgeber bei neuen Verträgen etwas zur Betriebsrente dazugeben. Für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest haben die Finanzexperten der Stiftung Warentest 45 Angebote von 26 Versicherern untersucht. Veröffentlicht sind die Ergebnisse auch online unter www.test.de/betriebsrente.

Wenn auch nur ein einziger Mitarbeiter eine Betriebsrente abschließen will, muss der Arbeitgeber eine Direktversicherung anbieten. Welche das ist, bestimmt der Chef. Beim Test der Direktversicherungen von Finanztest war der Modellkunde ein 40-jähriger Arbeitnehmer, der 27 Jahre lang jährlich 1200 Euro von seinem Bruttogehalt in eine Direktversicherung investiert. Je nach Tarif erhält er später eine monatliche Bruttorente zwischen 113 Euro, das entspricht einer Beitragsrendite von 0,72 Prozent, und 88 Euro, hier beträgt die Rendite nur minus 0,46 Prozent. Das ist garantiert. Überschüsse können diese Rente noch steigern, sind aber ungewiss.

Wenn der Chef also eine nicht gut getestete Direktversicherung aussucht, bekommt der Mitarbeiter nicht einmal seine eingezahlten Beiträge heraus. Finanztest rät daher, beim Abschluss neuer Verträge entweder zu warten, bis der Arbeitgeber etwas zur Betriebsrente dazugibt oder anhand der Tabellen in Finanztest zu beurteilen, ob sich die angebotene Direktversicherung überhaupt lohnt.

Der ausführliche Test Betriebsrente erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 21.06.2017 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/betriebsrente abrufbar.

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