CELLE. „Im Grunde ist es die Geschichte der meisten Menschen“, sagen die Akteure des HermannsBurgTheaters über ihr aktuelles Stück „Die Wunderübung“, das am Freitag, 29.3., 20 Uhr, in Kunst & Bühne aufgeführt wird.

„Im Vergleich zu unseren bisherigen Stücken sind wir dieses Jahr ein kleines Team“, berichtet Inge Hakelberg, die Regisseurin des Stücks. Ihr zur Seite stehen Sandra Deutgen (Souffleuse), Regina Reuter (Kostüme) und die drei Laienschauspieler Anja Weiß, Michael Fitz und Dirk Freudenthal. Auf den Autor Daniel Glattauer seien sie bei einer Lesung gekommen. Er habe sie mit seinem Werk neugierig gemacht. „Wir fanden die Idee eines Drei-Personen-Stückes spannend.  Auch in der Thematik und vielen Formulierungen haben wir uns wiedergefunden. Die Charaktere der drei Protagonisten hat Glattauer augenzwinkernd und mit viel Empathie für ihre Schwächen gezeichnet. Dabei gibt er sie nicht der Lächerlichkeit preis, obwohl sie zu scheitern scheinen“, schwärmt Anja Weiß.

Auf die Frage, ob es nicht deprimierend sei, ein Stück über das Scheitern einer Ehe und den Versuch, die Ehe mithilfe eines Paartherapeuten zu retten zu spielen, antworten die Schauspieler, dass es nur vordergründig die Geschichte einer Beziehung in der Krise wäre. Tatsächlich erzähle das Stück im Grunde die Geschichte der meisten Menschen. Aber mehr dürfen wir an dieser Stelle nicht verraten, denn es stehen noch zwei Aufführungen aus. Nur soviel: Nichts ist am Ende so, wie es anfänglich scheint…

„Es ist gar nicht so einfach, neben Beruf und Familie als Laienschauspieler zu agieren. Anfang November haben wir mit Leseproben begonnen und uns den Text stückweise erarbeitet. Das war ein intensiver Prozess, vom Lernen des Textes bis zum Erfassen und Spielen der Charaktere“, berichtet Dirk Freudenthal. In der Regel sei einmal in der Woche und nach Bedarf immer mal wieder zwischendurch geprobt worden. Und natürlich musste der Text auch bearbeitet werden: „Ja, an einigen Stellen haben wir Kürzungen vorgenommen, um den Spielfluss zu beschleunigen. Dass uns das gelungen ist ist, haben uns die überaus positiven Reaktionen der Zuschauer in den ersten beiden Aufführungen bestätigt.“

Man merkt dem Schauspielteam an, dass sie viel Spaß an ihrem Tun haben und trotz Lampenfieber mit Begeisterung dabei sind. In diesem Jahr kommt noch eine besondere Herausforderung auf sie zu. Sie spielen das Stück an fünf verschiedenen Orten im Landkreis und in der Stadt Celle. Aber das mache genau den Reiz dieses Theaterprojekts aus, berichten die fünf Akteure. „Bisher hatten wir, wie bei der Premiere auch, auf einer vergleichsweise großen Bühne gespielt, auf der wir uns zuhause gefühlt haben. Am 29. März spielen wir erstmalig in Kunst & Bühne. Die Atmosphäre dort ist eine ganz andere, die Spielfläche viel kleiner, das Publikum viel näher dran. Auf diese, für uns neue Erfahrung, freuen wir uns. Das wird spannend!“

Freitag, 29.3., 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Tickets 12 €. Kartenreservierung unter kunstundbuehne@gmx.de

Sonntag, 7.4., 16 Uhr, Ludwig-Harms-Haus in Hermannsburg, Tickets 12 €





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