WATHLINGEN. Vor zwei Wochen sind Mitglieder der Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen nach Sehnde zur dortigen Kalirückstandshalde gefahren. Zuvor hatte es Hinweise auf Schäden an der dortigen Abdeckung gegeben. Die Wathlinger BI-Mitglieder stellten vor Ort fest, dass „die Haldenabdeckung auf der – erst seit wenigen Jahren fertiggestellten – Nordseite bereits an mehreren Stellen offenbar großflächig eingebrochen ist“. Laut Pressesprecher der BI, Holger Müller, wäre es aber notwendig, dass die Abdeckung für Jahrtausende die Auflösung der Halde verhindere.

„Schon im Herbst letzten Jahres haben Mitarbeiter von K+S Mitgliedern der BI bei einer spontanen Besichtigung der Abdeckung in Sehnde berichtet, dass die Unterspülung der Haldenabdeckung bisher nicht gestoppt werden konnte“, berichtet der Vorsitzende der BI, Mar-Heinz Marheine. „Experten haben vorausgesagt, dass die Abdeckung die Auflösung der Halde nicht stoppen kann – mit einer solch dramatischen Entwicklung hat aber selbst die BI nicht gerechnet!“, sagt Marheine weiter.

Eine Reparatur der eingebrochenen Bereiche der Abdeckung, die für ihre Funktion eine Drainage mit einem entsprechenden Aufbau benötigt, erscheint aus Sicht der BI kaum möglich. Veranstaltungen, wie das „Bergfest“ und Freizeitnutzung sind aus Sicht der Bürgerinitiative in Frage gestellt.

„Diese Entwicklung ist für die BI Umwelt Wathlingen ein Beleg dafür, dass Haldenabdeckungen keine Lösung sind – übrig bleibt am Ende eine ungesicherte Abfalldeponie“, erklärt Müller. „Wathlingen braucht aber ein nachhaltiges Konzept – einen Masterplan, der die Beseitigung der Halde und eine Renaturierung dieses Bereiches beinhaltet“.

Weitere Informationen hat die Bürgerinitiative unter www.biuw.de bereit gestellt.

 

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