Nach Veranstalterangaben rund 2000 Bürger und Bauern demonstrierten am Wochenende in Hannover, um ein “deutliches agrarpolitisches Zeichen” für die Landtagswahlen im Januar 2013 zu setzen. Unter dem Mott „Wir haben es satt! Bürger und Bauern für eine neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen“ hat ein breites Bündnis aus Landwirtschafts-, Umwelt-, Imker-, Tierschutz-, Verbraucher-, Eine-Welt-Organisationen und der Bürgerinitiative Wietze zu dieser Demonstration aufgerufen.

Der Zug durch Hannover wurde von Treckern, Schrotttrommlern und Sambatanzgruppen laut begleitet. „Wir erwarten von der neuen Landesregierung in Niedersachsen, dass sie sich entschlossen gegen den Zwang des Wachsens oder Weichens in der Landwirtschaft stellt. Wir fordern agrarpolitische Rahmenbedingungen, die eine qualitativ hochwertige Lebensmittelerzeugung, tiergerecht, gentechnikfrei, klima- und umweltverträglich und solidarisch mit den Kleinbauern in der Welt zu fairen Preisen ermöglicht“, so Georg Janßen aus Lüneburg, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Namen des Bündnisses.

Erste Rednerin auf dem Opernplatz war die 1. Vorsitzende der BI-Wietze Uschi Helmers: „Schlachthöfe bedingen Massentierhaltung. Beides, Schlachthöfe und Massentierhaltung, sind Bestandteile der Agrarindustrie. Nur unter diesen erbärmlichen Haltungsbedingungen kann billiges Fleisch in Massen industriell erzeugt werden. Das ist nicht nachhaltig, das macht krank, das schadet dem Klima und das belastet die Böden, unser Trinkwasser und unsere Luft. Dieser Agrarindustrie muss Einhalt geboten werden. Darum fordern wir eine artgerechte Tierhaltung in bäuerlicher Hand”, fordert Helmers wörtlich.

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