Bienenzaun ist neuer Blickfang am Faßberger Ortseingang

Umwelt Von Extern | am Mi., 21.04.2021 - 18:43

FASSBERG. Der Ort Faßberg hat einen neuen Blickfang am Ortseingang erhalten. Bis vor ein paar Wochen stand dort ein alter Leiterwagen, der aber mittlerweile in die Jahre gekommen war. Der Wunsch der örtlichen Politik war es, dass dort wieder ein schönes Objekt stehen soll, um den Ortseingang zu verschönern. Carl-Wilhelm Kuhlmann (SPD), Ratsmitglied und Schäfer aus Niederohe, brachte die Idee eines Bienenzauns ein. Auch das Holz für den Bau spendete er. Der Bauhof der Gemeinde Faßberg hat den Bienenzaun errichtet.

„Die sogenannten Bienenzäune, also die Holzstände, sind noch ein Relikt der Korb- und Heideimkerei im Gebiet der Lüneburger Heide und stellen eine spezielle Form der Bienenhaltung in Norddeutschland dar. Früher herrschte erheblicher Platzbedarf bei der Aufstellung der Bienenkörbe im Sommer zur Vermehrung der Bienenvölker, deswegen wurden die Bienenzäune mit meist zwei Etagen im Inneren hergestellt. Der oft überdachte und halboffene Bienenzaun bietet so mehreren Bienenkörben wie in einem Regal Platz und dient den Körben gleichzeitig als Wind- und Regenschutz", erläutert Kuhlmann.

„So etwas Traditionelles hat in Faßberg noch gefehlt“ freute sich Bürgermeister Frank Bröhl bei der offiziellen Einweihung. „Der Bienenzaun ist nicht nur funktional und wurde früher für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Landschaft aufgestellt, sondern er ist auch ein schöner Blickfang und betont das besondere Zusammenspiel in unserer Kulturlandschaft Heide, zu der die Bienen ebenso gehören wie Heidschnucken!“ Carl-Wilhelm Kuhlmann zeigte sich vom Ergebnis begeistert und sprach den Bauhof-Mitarbeitern seinen großen Dank aus. Er möchte nun auch für den Ortseingang in Müden das Holz für einen Bienenzaun spenden.
 

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