CELLE. „Die prognostizierte Unterrichtsversorgung für die Schulen in unserer Stadt ist auch in dem neuen Schuljahr katastrophal“, stellte der FDP-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Joachim Falkenhagen, gestern nach der Auswertung der Antwort der Landesregierung auf eine entsprechende Anfrage der FDP-Landtagsfraktion fest.

„Lehrer, Schüler und auch Eltern haben Recht, wenn sie von einer ganz und gar nicht ausreichenden Unterrichtsversorgung sprechen. Gerade einmal neun von 15 Grundschulen haben eine ausreichende Unterrichtsversorgung und selbst die Verlegung der Sprachförderung in die Kitas hat keine spürbare Entlastung gebracht. Gymnasien und Oberschulen verzeichnen alle einen zum Teil erheblichen Fehlbedarf “, kritisiert Falkenhagen.

Wenn dann auch noch Fehlstunden, zu denen auch immer Krankheitsfälle, Bildungsurlaube, Fortbildungen und die Teilnahme an Klassenfahrten eingerechnet werden müssten, berücksichtigt würden, werde es bei der einen oder der anderen Schule zu ganz erheblichen Fehlbedarfen zu Lasten der Kinder kommen. Abordnungen von Lehrkräften könnten den Mangel nur verschieben. „Sie lösen die Probleme auf der einen Schule nicht und verschieben sie zu Lasten von Kindern und Lehrkräften auf andere Schulformen“, so Falkenhagen. Sein Fraktionskollege Dr. Andreas Mercier ergänzt „Die Landesregierung hat versprochen und ist gescheitert“.

Die Daten für die Schulen in Celle können hier eingesehen werden.

Hintergrund: Die FDP-Landtagsfraktion hat die Landesregierung in einer Kleinen Anfrage nach der vorläufigen Unterrichtsversorgung jeder einzelnen niedersächsischen allgemeinbildenden Schule zum 1.8.2018 gefragt. Die Landesregierung hat in der Antwort die Daten aus dem Planungsinstrument izn-Stabil-Prognose genutzt. Die sich daraus ergebenden Daten hat die FDP-Fraktion in einer Excel-Tabelle dargestellt und die Relation zwischen Soll- und Ist-Zahlen hinzugefügt. Die Gesamttabelle finden Sie hier. Eine interaktive Karte mit sämtlichen Schulen finden Sie hier.

 



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