BERGEN/OSTENHOLZ. Die Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann von DIE LINKE besuchte jetzt die Region am Truppenübungsplatz zwischen Bergen und Bad Fallingbostel, um sich von lokalen Akteuren die Situation des Platzes erläutern zu lassen. Bei einer Rundtour führten DGB- und ver.di-Sprecher Charly Braun und Arne Hilbich von der Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark die Wolfsburgerin zu historischen und aktuell wichtigen Orten. Zwischen ehemals britischen Kasernen hindurch ging es zum sowjetischen Kriegsgräberfriedhof. Die Abgeordnete konnte an einer Schießbahn übende Truppen beobachten und die unterschiedlichen Natur- und Landschaftsarten wahrnehmen.

Die Gewerkschafter machten darauf aufmerksam, dass der „Platz“ nach dem Abzug der Briten aus ihrer Sicht völlig überdimensioniert sei und der damit verbundene deutliche Rückgang an Einwohnern zu negativen wirtschaftlichen Folgen führe. „DGB und ver.di haben auf Gewerkschaftstagen die Forderung nach einer neuen Wirtschaftsstruktur für die Region beschlossen“, erläuterte Charly Braun.

Beim anschließenden Vortrag informierte die Bürgerinitiative über die neue Perspektive als Unesco-Biosphärengebiet, die hier nachhaltig in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht erfolgreich verwirklicht werden könne. „Ein Biosphärengebiet verbindet auf optimale Weise Naturschutz mit den sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der Bevölkerung. Dabei sind als Kernbereich Moore und andere wertvolle Natur zu schützen, während drumherum – also einschließlich der anliegenden Orte verträgliche Wirtschaft und Landwirtschaft zu entwickeln sei. Laut Unesco ist der Prozess mit der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik zu planen.

Pia Zimmermann zeigte sich beeindruckt von den Plänen und sicherte ihre Unterstützung zu. Damit gäbe es eine neue sozial-ökologische Perspektive für die Menschen in den Landkreisen Celle und Heidekreis. Dass die staatliche Immobiliengesellschaft in Ostenholz mit dem großen Wünninghof erneut ein stabiles Haus abreißen lassen will, empfindet sie als destruktiv für die ganze Umgebung. Besonderes Interesse zeigte Zimmermann für die gewerkschaftliche Forderung, dass die Gemeindefreien Bezirke Osterheide und Lohheide vollständige kommunale Rechte bekommen sollen. Für den sehr informativen Tag bedankte sie sich bei Arne Hilbich, Charly Braun und den lokalen Vertretern von DIE LINKE.

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