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Celle - CD-Kaserne - Kultur querbeet - Cara - Celtic Folk

Blutige Balladen und unbändige Lebensfreude – Cara rockt die CD-Kaserne 

19.05.2019 - 07:35 Uhr     Externer Autor    0
Fotos: Peter Müller


CELLE. Seit mehr als 15 Jahren gilt die irisch-schottisch-deutsche  Formation „Cara“ als eine Institution in Sachen Celtic Folk. Bei „Kultur querbeet“ waren die fünf Musikerinnen und Musiker am Freitag nun zum ersten Mal zu Gast in Celle. In der gut gefüllten Halle 16 der CD-Kaserne gelang es Cara bereits mit den ersten beiden Liedern, die Konzertbesucher vollkommen in ihren Bann zu ziehen. Gudrun Walther (Leadgesang, Geige, Akkordeon), Kim Edgar (Leadgesang, Klavier), Hendrik Morgenbrodt (Irischer Dudelsack), Jürgen Treyz (Gitarre, Backgroundgesang) und Aimée Farrell-Courtney (Irische Rahmentrommel) wussten mit lauten wie leisen Tönen, mit rasanten und ruhigen Melodien die mehr als 200 Besucher ein ums andere Mal zu überraschen, zu begeistern und zu bewegen.



Bei all der hochklassigen Musik waren es die vielen Details, die dem Abend seine besondere Tiefe verliehen: Die Eigenkompositionen der verschiedenen Musiker, wie z.B.  das Abschiedslied „Mòran Taing“ von Kim Edgar für ihren verstorbenen Vater oder der politische Protestsong „Isn’t It Time To Be Worried“ von Gudrun Walther. Die tiefgründigen Inhaltsangaben und humorvollen Erläuterungen zu den langen Balladen. Der selbstgebaute irische Dudelsack von Hendrik Morgenbrodt und das unübertreffliche Trommelspiel von Aimée Farrell-Courtney.

Letztere rührte etliche Zuschauer mit einem mehrminütigen, furiosen Solo auf der Bodhrán gar zu Tränen – ein reichlich unerwarteter, bemerkenswerter Effekt. Oder wie ein Gast kommentierte: „Ich kenne etliche Schlagzeuger, die aus einem kompletten Drumset weniger herausholen können als diese Frau aus dieser kleinen Trommel.“

Die Soli wie auch besonders spannende musikalische Passagen wurden von den Konzertbesuchern immer wieder mit spontanem Jubel und Zwischenapplaus belohnt. Am Ende folgte auf ihre stehenden Ovationen nahezu demütiger Dank der Band. Auch das sagt viel über das besondere Verhältnis dieser sympathischen Gruppe zu ihrem Publikum aus.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass sowohl Cara-Gründerin Gudrun Walther als auch Kultur querbeet-Veranstalter Carsten Dapper sich noch am selben Abend beide sehr gut vorstellen konnten, ein weiteres Konzert in absehbarer Zukunft in Celle folgen zu lassen. In diesem Sinne und in schottischem Gälisch: „Mòran Taing“ – „Vielen Dank!“





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