KONA/BERGEN. Es ist schon eine außerordentliche Leistung einen Ironman zu absolvieren, aber noch eine größere, bei den Weltmeisterschaften zugelassen zu sein. Bob Orton gehört mit seinen 50 Jahren zu den besten Sportlern, die der TUS Bergen im Ausdauerbereich jemals hatte. Leider wurde sein Trainingsplan durch zahlreiche Verletzungen immer wieder unterbrochen, somit war die Vorbereitung zur World Championship nicht optimal. Da es aber sein letzter Triathlon sein sollte, ging er ganz entspannt an den Start.

Seit 1982 wird der Ironman Hawaii jährlich im Oktober auf Big Island in Kona ausgetragen. Die Triathleten müssen 3,86 km schwimmen, 180 km mit dem Rad fahren den 42,4 Kilometer langen Marathon bestreiten.
International ist der Wettkampf als „Ironman World Championship“ bekannt. Er gilt als härtester Triathlon der Welt, da die Strecken anspruchsvoll sind und das warme Klima mit Temperaturen von über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit die Teilnehmer fordert.

Wer einen Abschnitt nicht in der vorgegeben Höchstzeit schafft, kann nicht mehr am weiteren Triathlon teilnehmen. Der „Ironman Hawaii“ wird am Sonntagabend mit einer Siegerehrung und einem Abschlussbankett beendet. Die Sieger ihrer jeweiligen Altersklasse nominieren sich automatisch für den Wettbewerb im Folgejahr.

Die 3,8 km Schwimmdistanz absolvierte Orton in guten 1:04 Std, so dass er hoch motiviert auf das Rad wechselte.
Auch die 180 km auf dem Rad legte er in ausgezeichneten 5:05 Std. ohne Panne und große Probleme erfolgreich zurück. Eigentlich begann jetzt seine Paradedisziplin, das Laufen. Aber bereits nach 2 km war der linke Oberschenkel so fest, dass er sich Gedanken machte, wie lange er benötigen würde, um die 42,2 km im Spaziergang zu absolvieren. Bob Orton berichtet: „Ich bin nie aus dem 1. Gang richtig ins Laufen gekommen, habe den abschließenden Marathon aber noch in 3:47 Std. geschafft und bin lediglich an den Getränkestationen kurz gegangen.“

Wer Bob Ortons Leistungsvermögen kennt, der weiß, dass er vor zehn Jahren noch den Rekord im Landkreis Celle auf 9:15 Std herunter katapultierte. Nun finishte er in guten 10:04 Std. immer noch auf einem hervorragenden 36. Platz in seiner Altersklasse und beendet hiermit seine erfolgreiche Triathlonkarriere auf der Langdistanz. In Zukunft wird er sich vorerst auf seine Paradedisziplin, das Laufen, bei Volksläufen und auf der Halbmarathonstrecke zeigen, und bleibt so der Leichtathletikabteilung des TUS Bergen weiterhin erhalten.

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