HANNOVER. Der stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jörg Bode, kann die Absage des Wirtschaftsministeriums an den Acht-Punkte-Plan für mehr Sicherheit für die A7-Großbaustelle nicht nachvollziehen. „Es ist vollkommen unverständlich, dass die durchgängig guten und sinnvollen Vorschläge, die von Experten vor Ort formuliert wurden, keinerlei Gehör im Ministerium finden. Angesichts der katastrophalen Unfallbilanz, der zahlreichen Verletzen und der drei Todesopfer, muss hier schnellstens deutlich mehr passieren als das, was das Ministerium jetzt ankündigt. Alleine damit wird sich die Situation nicht nennenswert verbessern“, so Bode.

Der Acht-Punkte-Plan müsse umgesetzt werden – und das möglichst schnell. „Es spricht doch nichts dagegen, es zumindest auszuprobieren. Schlimmer als jetzt kann die Situation an der Baustelle nicht werden. Eine Verbreiterung der Fahrspuren führt nachweislich zu weniger Unfällen. Das Argument, mit vier Spuren würde man nur Staus und damit eine neue Gefahrenquelle schaffen, lasse ich nicht gelten. Die A7 ist Richtung Hamburg an vielen Stellen vierspurig, ohne dass es ständig zu Staus kommt.“, erklärt Bode weiter. Es sei besser, eine sichere Baustelle zu schaffen, denn Unfälle führten zu völlig unkalkulierbaren Stauzeiten. Um die kritische Situation vor Ort und die Position der Landesregierung zu klären, habe die FDP-Fraktion eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt.

Hintergrund: Die 18 Kilometer lange Großbaustelle auf der A7 zwischen Schwarmstedt und Mellendorf ist ein Unfallschwerpunkt. Aus diesem Grunde fand in der vergangenen Woche ein Runder Tisch statt, dessen Ergebnis ein Acht-Punkte-Plan mit Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit vor Ort waren. Das Wirtschaftsministerium hat der Umsetzung dieser ‚Maßnahmen jedoch eine Absage erteilt.

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