HANNOVER. Die großen Stürme dieses und des vergangenen Jahres mit außerordentlich viel Windwurf sowie die langanhaltende Dürre haben zu einer außerordentlich starken Ausbreitung des Borkenkäfers geführt. Darauf weist die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag jetzt in einer Pressemitteilung hin. Durch die Wetterkapriolen und die Käferkalamität befänden sich große Mengen auf dem Holzmarkt und hätten den Absatzmarkt von Holz teilweise zum Erliegen gebracht. „Daher ist es gut,  dass das Landwirtschaftsministerium mit einem kompletten Einschlagstopp für gesundes Nadelholz im Landeswald eine Marktentlastung schafft und gleichzeitig Holzerntekapazitäten dem Landes- und Privatwald zur Verfügung stellt. Darüber hinaus begrüßen wir, dass das Forst-Resort für das Jahr 2019 Bundes- und Landesmittel in Höhe von 11,5 Mio. Euro bereitstellt“, erklärte der Landtagsageordnete Uwe Dohrendorf die heute bekannt gewordene Entscheidung.

Der Wald sei eines der größten deutschen Kulturgüter und die wirklichen Auswirkungen des Borkenkäferbefalls seien erst im kommenden Frühjahr zu sehen. „Niemand von uns möchte den Teutoburger Wald, Solling oder Deister ohne Fichten sehen“, so Dohrendorf

Der Wald fungiert als effektiver CO2-Speicher. Insbesondere der kleinflächige Privatwald der durch die Kalamitäten in den Nutzwäldern vor enormen Herausforderungen steht,  benötigt laut CDU-Fraktion bei der Wiederaufforstung Unterstützung. „Zur effektiven Bekämpfung des Borkenkäfers bedarf es einer fachlich kompetenten Stabsstelle, wir dürfen die Privatwaldbesitzer nicht alleine lassen. Spätestens bis zum Frühjahr 2019 müssen wir ein schlagkräftiges und schlankes Bekämpfungskonzept entwickeln, um den Privatwaldbesitzern bei der Bekämpfung personell und finanziell unter die Arme zu greifen. Wir müssen unsere Niedersächsischen Wälder vor dem Borkenkäfer schützen“, so der Abgeordnete.

Um den Wald langfristig resistenter gegen Witterungsschwankungen zu machen würden die Anbauempfehlungen um Weiß- und Küstentanne und die europäische Lärche erweitert.

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