Brand in Winsen, Rettung in Bergen, Baum auf L 240

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Di., 09.02.2021 - 09:53

WINSEN/BERGEN/HERMANNSBURG. Gestern Nachmittag geriet aus noch ungeklärter Ursache ein Wochenendhäuschen im Winser Hubertusweg in Brand*. Die Eigentümer der vollständig eingerichteten Holzhütte waren nicht anwesend, als ein Nachbar starke Rauchentwicklung wahrnahm und die Feuerwehr alarmierte. Wir meldeten in unserer App und in der Facebook-Ausgabe.

Bei Eintreffen der rund 40 Einsatzkräfte waren bereits offene Flammen aus dem Flachdach sichtbar. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, jedoch ist das Haus vorerst nicht mehr bewohnbar und einsturzgefährdet. Der Gesamtschaden wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Brandermittler der Polizei haben ihre Arbeit aufgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gilt ein technischer Defekt als Brandursache als recht wahrscheinlich.

*Die Feuerwehr Winsen berichtet dazu:
Nach einem einsatzfreien Januar erfolgte am 08.02.2021 die erste Alarmierung der Ortsfeuerwehr Winsen (Aller) für dieses Jahr. Um 15.01 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Winsen (Aller) und Südwinsen in das Wochenendwohngebiet Südohe zu einem Wohnungsbrand alarmiert.
Nachdem das erste Fahrzeug vor Ort war, ergab die Erkundung, dass aus einem Holzhaus dichter dunkler Rauch drang, Bewohner hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus auf. Weitere Fahrzeuge aus Winsen und Südwinsen fuhren die Einsatzstelle an. Zwei Feuerwehrkameraden verschafften sich Zugang zum Gebäude, es konnten auch die ersten Flammen außerhalb des Gebäudes entdeckt werden. Die Brandbekämpfung wurde mit zwei Strahlrohen aufgenommen. Ein Trupp löschte von außen, ein weiterer Trupp war innerhalb des Gebäudes tätig. Zwei weitere Trupps, die ebenfalls mit schweren Atemschutzgeräten ausgerüstet waren, standen bereit, um kurzfristig unterstützen zu können. Problematisch war, dass die Dachkonstruktion aus mehreren Zwischendecken bestand. Diese wurden im Einsatzverlauf mit einer Motorkettensäge geöffnet, um an die noch vorhandenen Gutnester zu kommen. Die eisigen Temperaturen machte allen Einsatzkräften zu schaffen, da sich der feine Wassernebel auf der Kleidung niedersetzte und dort gefror. Nach ca. 1 Stunde konnte „Feuer aus“ gemeldet werden und der Rückbau wurde in Angriff genommen. 

Problematisch war die Herstellung einer Wasserversorgung. Aufgrund der Schneeverhältnisse waren die Unterflurhydranten nicht gut sichtbar. Hier unsere dringender Appell an Hauseigentümer und Mieter. Bitte halten Sie die Unterflurhydranten und auch die Hinweisschilder frei von Schnee. Dieser Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig es im Ernstfall sein kann, dass wir rechtzeitig unsere Wasservorräte auffüllen können. In diesem Einsatz konnten wir mit dem Wasser, das wir in unseren Fahrzeugen mitführen, auskommen. Bei einem größeren Brand ist es aber wichtig, dass wir rechtzeitig Möglichkeiten finden, weiteres Löschwasser zu bekommen. Hier wurde ein Bohrbrunnen als Ersatz genommen, um bei Bedarf ausreichend Wasser zu haben. Die Feuerwehren Winsen (Aller) und Südwinsen waren mit 6 Fahrzeugen und 37 Kameraden vor Ort. Außerdem waren die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz, sowie der Energieversorger mit jeweils einem Fahrzeug am Einsatz beteiligt.

Text: Frank-Peter Büchle

Fotos: Michael Schäfer und Feuerwehr Winsen

Um 14:56 Uhr wurde die Feuerwehr Bergen in die Rütherbahn alarmiert und die Hubrettungsbühne durch den Rettungsdienst nachgefordert. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde eine Person aus dem ersten Obergeschoss transportiert und an den Rettungsdienst übergeben.

Fotos: FF Bergen

Am Abend befreite die Feuerwehr Baven die L 240 zwischen Baven und Müden von einem umgestürzten Baum.

 

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