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CDU - Jahresauftakt - Generalsekretär

Brause, Bier und Brezeln – Politischer Jahresauftakt der CDU Wathlingen

09.01.2019 - 07:23 Uhr     Monika Wille    0
Fotos: Peter Müller

WATHLINGEN. Gleich zu Beginn des neuen Jahres setzte der CDU Ortsverband Wathlingen die Zeichen auf Bürgernähe und Dialog mit der Parteibasis. Knapp 50 Parteimitglieder, Freunde und Interessenten waren der Einladung in den 4 Generationen Park gefolgt. „Die positiven Erfahrungen der Regionalkonferenzen mitzunehmen und diese auf die kommunale Ebene herunterzubrechen, das ist der Anspruch, den sich der Vorstand in Wathlingen gestellt hat“ , erläuterte Martin Thunich der Vorsitzende des Ortsverbandes und freute sich über das rege Interesse und darüber, dass er neben dem Generalsekretär auch den Bundestagsabgeordneten Henning Otte und den Landtagsabgeordneten Jörn Schepelmann begrüßen konnte.



Henning Otte machte in seinen Grußworten deutlich, dass 2019 ein bedeutsames Jahr für die CDU sei und es gelingen müsse, den Bürgerinnen und Bürgern im Land deutlich zu machen, dass es den Menschen besser gehe, wenn die CDU regiere. Und rief die Mitglieder auf, sich aktiv in die anstehenden Wahlkämpfe – sei es für die Positionen des Hauptverwaltungsbeamten oder für das europäische Parlament – einzubringen. Kerstin Biedermann, die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes lud zunächst den Landtagsabgeordneten Jörn Schepelmann ein, ihr Rede und Antwort zu stehen. Befragt nach seinen Zuständigkeiten und Erfahrungen im Nds. Landtag, erläuterte er, dass er zum Sprecher für den Bereich „Straßenausbaubeiträge“ ernannt worden sei. Ein Bereich, der jeden Hausbesitzer berühre. Sein Anliegen sei es unter anderem, für die Bürger eine Lösung zu finden, die Beiträge in kleine Raten zahlen zu können. Einen großen Raum habe im vergangenen Jahr die Beratung zum Haushalt eingenommen. Die Frage, was er als Erstes tun würde, wenn er nicht aufs Geld achten müsse, entlockte ihm zunächst ein Schmunzeln: „Und so etwas fragen Sie ausgerechnet einen strengen Haushälter“, machte dann aber deutlich, dass bei ihm die Sanierung der Landesstraßen an vorderster Stelle stehen würden.

Kai Seefried, der Generalsekretär der CDU in Niedersachsen stellte sich nach einem kurzen Eingangsstatement, in dem er als aus seiner Sicht die derzeit anstehenden Megathemen: Europa, Mobilität, Infrastruktur, die Digitalisierung, soziale Sicherheit, Gesundheit und die Schulpolitik benannte, den Fragen der Teilnehmer. Mit dem Satz: „Ich habe Zeit“, machte er deutlich, dass er sich allen Fragen, die zwischenzeitlich auf Bierdeckeln formuliert wurden, stellen würde. Er hielt Wort und blieb keine Antwort schuldig. Den Anwesenden brannten insbesondere Fragen zur Schulpolitik, zum Ehrenamt sowie zum Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich der Pflege und in der Bildung auf den Nägeln. Hinsichtlich der Fragen zur Inklusion machte er deutlich, dass sich aus seiner Sicht „Inklusion am Kindeswohl orientieren müsse und nicht an einer Ideologie“. Auch der Frage eines Anwesenden, warum Politik immer erst alles an die Wand fahren müsse, bevor sie reagiere und dann noch versuche, alles schön zu reden“, wich er nicht aus: „Zwischendurch finden immer mal wieder Wahlen statt, in denen der Bürger die Wahl hat und neue politische Koalitionen gebildet werden. Der demokratische Prozess dauert gelegentlich etwas länger, aber ich möchte ihn auf keinen Fall missen“.

Angesprochen auf das derzeit in Wathlingen vorrangige Thema der Begrünung des Kaliberges und der unterschwelligen Vermutung, dass das LBEG einseitig zugunsten des Konzerns K+S entscheiden könne, äußerte er, dass er sich dies nicht vorstellen könne. Er stehe aber gern hilfreich bei der Vermittlung von Gesprächsterminen mit den Ministern zur Verfügung, wenn dies erforderlich werden sollte.

Vonseiten der Anwesenden wurde auf allen Gebieten ein Wandel in der Wertschätzung eingefordert. Sei es auf der beruflichen Ebene, im Bereich der Pflege und der Gleichgewichtung von Studium und Ausbildung oder im Ehrenamt, ohne das das Gemeinwesen nicht denkbar sei. Bürgermeister Torsten Harms dankte abschließend dem Generalsekretär und den Gästen für die
lebhafte Diskussion sowie die vielen Anregungen und versicherte, dass man im Gespräch bleiben werde.

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