CELLE. Wer bei Brother Grimm an die dunkel-düsteren Märchenwälder der Kindheit denkt, das leichte Schauern und das schummrige Rauschen im Unterholz, liegt nicht falsch. Kaum einer dockt mit seinem psychedelisch angehauchten Grenzgänger-Dark-Folk so sehr an die Abgründe des Lebens und der Erinnerung an, wie Brother Grimm. Da jault die Gitarre zuweilen wie ein spooky Echo der Stimme, die so sehr nach Selbstgebranntem, Torfmoor und Sleepy Hollow klingt, dass die archaisch daher kommenden Drums sie kaum erden können. Und im nächsten Moment lassen sich Stimme und Gitarre auf einen folkig-psychedelischen Tanz ein, um knietief in bestem Blues zu waten.

„Albträume in Fuckmoll“ enthält sein erstes Album. Derzeit nimmt Dennis Grimm, alias Brother Grimm, seine zweite Platte auf, aus der es erste Kostproben geben wird. Der Bärtige, der so sehr nach Untergrund und Kohlebergwerk ausschaut, dass er nur aus Berlin sein kann, bringt am 8. Dezember verwischten Geisterhausblues und grimmige Oden an Verblichene mit an Bord der ms loretta. Dark, groovy und einfach wunderbar!

Termin: 08. 12. 2017, Einlass: 19:30, Beginn 20:30

Ort: ms loretta im Celler Hafen (Hafenstrasse 1-9, 29221 Celle)

Eintritt: 8,- €

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