Buchneuerscheinung: „100 Jahre Bauhaus, Otto Haesler, Celle und mehr“

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Fr., 27.11.2020 - 15:48

CELLE.  Zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ stellte die Stadt Celle im vergangenen Jahr die Bauten Otto Haeslers aus den 1920er Jahren in den Mittelpunkt. Die Otto Haesler Initiative unterstützte dies mit einer Vortragsreihe, die auch mit anderen Perspektiven und Fragestellungen neue Zugänge zum Werk Haeslers erschließen wollte. "Diese fand eine sehr große Resonanz", teilt die Initiative mit. Im Mittelpunkt stand dabei die Zeit des Bauhauses. Das begann mit Haeslers Bezug zum Bauhaus im Eröffnungsvortrag von Dr. Simone Oelker (Potsdam) und reichte bis zum konkreten Unterricht am Bauhaus am Beispiel des dort tätigen Künstlers Paul Klee, dargestellt von Dr. Marianne Keller Tschirren (Bern).

"Wir freuen uns, dass wirklich alle Referenten sich an diesem Buch beteiligt haben. Und dass sie sehr aussagekräftige Beiträge erarbeitet haben, die das Buch lesenswert machen", teilt die Otto Haesler Initiative mit. Neun Textbeiträge beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema mit mehr oder weniger direktem Celle-Bezug. Und auch wo dieser Bezug scheinbar fehlt, wie bei Monika Markgrafs Bericht zu den Bauhaus-Bauten in Dessau, ist er durch vergleichbare Aufgaben bei der Erhaltung historischer Bauten – in Dessau Bauhaus-, in Celle Haesler-Bauten – doch vorhanden.

Folgende Beiträge enthält das Buch:

Dr. Simone Oelker, Kunsthistorikerin (Potsdam): „Der Name Haesler hat die Bauhäusler angerührt.“ (Zitat von Hermann Bunzel 1984).

Monika Markgraf (Bauhaus Dessau): Normen und Standards der Bauhauszeit in der Denkmalpflege.

Dr. Ines Sonder, Kunsthistorikerin (Universität Potsdam): Bauhaus in Tel Aviv – Vom Mythos zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Dietrich Klatt, Ehrenvorsitzender der otto haesler initiative, und Petra Senftleben, Autorin und Journalistin (beide Celle): Der Weg der Architektur vom Jugendstil zur Neuen Sachlichkeit am Beispiel der Bauten Otto Haeslers in Celle.

Dr. Ute Maasberg, Architektenkammer Niedersachsen: Katt Both, Architektin im Netzwerk der Moderne.

Dr. Michael Stöneberg (Kulturhistorisches Museum Magdeburg): Otto Haeslers Bauten in den Fotos von Arthur Köster, dem wichtigsten Fotografen des Neuen Bauens.

Dr.-Ing. Sid Auffarth, Architekt, Stadtbau-Historiker (Hannover): Otto Haesler und das Neue Bauen in Hannover – ein Blick auf Akteure in Kunst und Architektur

Prof. Dr. Heidemarie Kemnitz (i.R., TU Braunschweig), Die Altstädter Schule in Celle – „Ein Muster-Schulhaus“? Otto Haeslers Schulbau im Kontext von Schularchitektur und Pädagogik der 1920er Jahre.

Dr. Marianne Keller Tschirren, Kunsthistorikerin (Bern): „Die Formung bestimmt die Form.“ Paul Klees Unterricht am Bauhaus.

Jeder Autor habe zu seinem Text auch die passenden Fotos ausgesucht, so die Otto Haesler Initiative. Mit 149 Abbildungen bei 156 Seiten sei das Buch auch sehr gut Illustriert. Nur einmal sei es vorgekommen, dass ein Bild in zwei verschiedenen Aufsätzen auftauchte. "Das haben wir so belassen, denn auch so etwas gehört zu der Vielfalt einer Vortragsreihe, in der jeder sein Thema selbst erarbeitet hat", so die Initiative. Und deutlich werde auch, dass die Autoren aus verschiedenen Fachbereichen kommen, zum Beispiel mit unterschiedlichen Arten Anmerkungen zu schreiben – das habe man nicht krampfhaft versucht anzugleichen. Denn auch das gehöre zu diesem Buch. Layouterin Brigitte Flick habe mit sehr viel Feingefühl dafür gesorgt, diese Vielfalt zum Ausdruck zu bringen.

Die Otto Haesler Initiative dankt dem Stadtarchiv Celle und der Otto Hasler Stiftung, die zusammen mit der Initiative die Finanzierung des Buches möglich gemacht habe. "Und wir hoffen auf ebenso großen Zuspruch wie schon die Vortragsreihe selbst im vergangenen Jahr".

 „100 Jahre Bauhaus, Otto Haesler, Celle und mehr“Herausgegeben von der otto haesler initiative e.V.Auflage 500 Stück
Format 210 x 210 mm
156 Seiten
149 Abbildungen, zum Teil farbig
ISBN 978-3-948087-03-6
Preis: 22 Euro