Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" protestiert mit Flashmob gegen Kriegsgeschäfte

Gesellschaft Von Redaktion | am So., 11.08.2019 - 17:59

CELLE. Gestern Nachmittag versammelten sich in der Celler Innenstadt nach Veranstalterangaben mehr als 30 Personen vom Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“, um gegen Krieg und für den Frieden zu protestieren. Darüber berichtet das Bündnis:

"Die AktivistInnen starteten mit einem ersten Die-In Flashmob an der Stechbahn, im Anschluss fand die Aktion ein zweites Mal am Großen Plan und ein drittes Mal in der Zöllnerstraße statt. Als plötzlich aus einem selbstgebauten Holzpanzer mit der Aufschrift: „war starts here – let's stop it here“ laute Kriegsgeräusche zu hören waren, fielen zahlreiche Personen zu Boden und demonstrierten die unzähligen Toten der aktuellen Kriege. Einige Personen in Anzügen, die die Profiteure der Rüstungsindustrie darstellten, verteilten an die Celler BürgerInnen großzügig 'Geldscheine', die sie mit ihrem todbringenden Geschäft verdienen.

Auf selbstgemalten Schildern wurden Firmenlogos von deutschen Profiteuren des Krieges dargestellt, wie z.B. die Deutsche Bank, Commerzbank, MAN und die Waffenproduktionsfirmen Heckler & Koch und Rheinmetall. In einem Redebeitrag wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Waffen aus Deutschland auch in Kriegs- und Krisenregionen verkauft werden und Firmen wie Rheinmetall ohne großen Aufschrei zu einem der größten Munitionslieferanten weltweit aufsteigen konnten. Dabei spielen Exportkontrollen und Menschenrechte in der Realität kaum eine Rolle."

„Wir wollen nicht weiter zusehen, wenn Menschen in Kriegen sterben. Die Angriffe der Türkei auf das basisdemokratische Nordost-Syrien oder der Krieg im Jemen sind aktuelle Beispiele dieses brutalen Systems. In internationaler Solidarität setzen wir ein Zeichen gegen Krieg, Flucht und Armut“, so die Sprecherin Sonja Funk. Sie appellierte an die CellerInnen nicht länger wegzuschauen und sich für den Frieden einzusetzen.

Bei der Aktion wurde besonders auf das Friedenscamp „Rheinmetall entwaffnen“ aufmerksam gemacht. Dieses soll am Rheinmetall-Produktionsstandort in Unterlüß vom 1. September bis zum 9. September stattfinden. Im Rahmen des Camps werde es unterschiedliche Vorträge, Bildungsveranstaltungen und Kulturprogramm geben. Am 7. September um 13 Uhr ist eine "Anti-Kriegs-Demonstration" mit Start am Bahnhof in Unterlüß geplant.

Weitere Informationen unter rheinmetallentwaffnen.noblogs.org