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Ratssitzung der Gemeinde Adelheidsdorf

Bürger fragen – TenneT antwortet: „Genauer Trassenverlauf von SuedLink steht noch nicht fest“

18.05.2018 - 12:22 Uhr     Monika Wille    0
Fotos: Peter Müller

ADELHEIDSDORF. Gestern Abend hatten viele Adelheidsdorfer und Großmoorer den Weg in das
Dorfgemeinschaftshaus gefunden, um aktuelle Informationen von Seiten des mit dem Bau der Stromtrasse SuedLink beauftragten Unternehmens TenneT zum genauen Verlauf der Erdkabeltrasse zu erhalten. Der Rechtsbeistand der Gemeinde, Dr. Frank Niederstadt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, nahm ebenfalls an der Ratssitzung teil und stand für Fragen zur Verfügung.



Michael Roth, vom Team SuedLink TenneT, ging in seinem Vortrag zur „Infrastruktur für die Energiewende“ kurz auf den bisherigen Planungsstand der Trassenführung ein und erläuterte, dass diese 700 km lange Trasse die Hauptschlagader für das Gelingen der Energiewende sei. Ziel sei es, mit 4 GW 10 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Der ganz genaue Verlauf stehe noch nicht fest. Die Bundesnetzagentur habe der TenneT jetzt einen Korridor für die Trassenführung in einer Breite von 1000 m zur weiteren Prüfung benannt. Innerhalb dieser 1000 m würden für die Trasse eine Breite von 30 m benötigt, um die Kabel zu verlegen. Auf diesem 30 m breiten Streifen sei später Landwirtschaft möglich, allerdings dürften keine tiefwurzelnden Pflanzen gesetzt werden und eine Bebauung sei ebenfalls ausgeschlossen.

Derzeit befinde man sich im Verfahren beim § 8 des NABEGs (Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz). Danach sei vorgegeben, welche Untersuchungen nunmehr durchzuführen seien, wie z.B. eine Raumverträglichkeitsstudie, eine strategische Umweltprüfung, die Prüfung sonstiger öffentlicher und privater Belange sowie die Natura 2000-Prüfung mit einer artenschutzrechtlichen Einschätzung. Erst im Jahr 2019 sei mit der formellen Beteiligung gem. § 9 NABEG zu rechnen. Dann habe man jedoch nur noch drei Monate Zeit, Stellungnahmen bzw. Alternativen einzubringen.

Aus diesem Grund rate er schon jetzt dringend dazu, Alternativvorschläge prüfungsfähig zu erarbeiten und die Realisierungschancen seitens der TenneT beurteilen zu lassen. Die dringlichste Frage der Bürger, inwieweit es ausgeschlossen werden könne, dass gesundheitliche Schädigungen für die Einwohner entstehen, konnte Michal Roth nur dahingehend beantworten, dass die magnetische Belastung weit unter dem in Deutschland zulässigen Wert liegen werde. Die Elektrizität sei durch das Kabel so isoliert, dass keine elektrischen Felder zu messen sein würden.

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