"Bürgerbus für Flotwedel" sieht Beendigung der Zusammenarbeit durch CeBus als unzulässig an

Von Redaktion | am Fr., 04.03.2016 - 18:08

FLOTWEDEL. Der Vorstand des Bürgerbus für Flotwedel e.V. widerspricht der Darstellung von CeBus im Streit um den Verkauf von Zeitkarten (CELLEHEUTE berichtete): "Die von der CeBus gegenüber dem Bürgerbus Flotwedel ausgesprochene Kündigung des Kooperationsvertrags entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage. Die vertragliche Vereinbarung erlaubt beiden Vertragspartnern den Verkauf von Zeitkarten. Nach diesem Vertrag sind die Einnahmen nach den jeweils erbrachten Beförderungsleistungen für alle Fahrkartentypen, die bar gekauft wurden, zwischen den Beförderungspartnern aufzuteilen. CeBus verweigert jedoch die geschuldete Einnahmenaufteilung bezüglich ihrer eigenen Zeitkartenerlöse."

„CeBus hat seit unserem Start im Jahre 2010 Abrechnungen unsererseits bisher nur für Einzel- und Viererkarten akzeptiert, die nach aktuellen Erhebungen nur ca. 20% der von uns für CeBus erbrachten Beförderungsleistungen ausmachen“, so der Bürgerbusvorsitzende Rainer Berninghaus. "Immer wieder ist dies in Gesprächen thematisiert worden, es hat sich aber keine Verständigung auf eine gemeinsame Vertragsauslegung ergeben".

"Wenn die CeBus uns nicht an ihren Zeitkartenerlösen beteiligt, hat sie im logischen Umkehrschluss auch keinen Anspruch auf Beteiligung an den vom Bürgerbus erzielten Zeitkartenerlösen. Wir gehören zu den ehrenamtlichen Bürgern, die seit nunmehr fast 6 Jahren ihre Freizeit für das Gemeinwohl - die Bürgerbusidee - opfern und weisen entschieden zurück, den Ruf der ehrenamtlichen Tätigkeit zu schädigen", so Berninghaus.

Der Bürgerbus für Flotwedel betrachtet die ihm gegenüber ausgesprochene Vertragskündigung als gegenstandslos und plant, seinen Busbetrieb über den 31.05.2016 hinaus fortzusetzen. Die CeBus verweigerte sich bisher einer gütlichen Regelung, hat das Vergleichsangebot des Bürgerbusvereins unbeantwortet gelassen und die Aufkündigung der Zusammenarbeit erklärt.

Der Bürgerbus für Flotwedel hofft noch immer, dass es auch zukünftig eine Zusammenarbeit mit CeBus geben wird: "Aber dies kann nur in einem für beide Seiten wirklich fairen Ausgleich erreicht werden, der dann selbstverständlich auch von den anderen Bürgerbusvereinen übernommen werden sollte".
Foto: Peter Müller