Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer informierte auf der Internationalen Grünen Woche

BERLIN/CELLE. Die Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer aus dem Celler Land hat auf der Internationalen Woche in Berlin am Stand der Interessengemeinschaft WNON Weidetierhalter Deutschland die Besucher über die Probleme der Weidetierhalter mit dem Wolf informiert. "Wir können nicht über Tierwohl sprechen und unsere Tiere gerissen von den Weiden einsammeln. Wölfe, die unsere Schutzmaßnahmen mehrfach überwinden und sich von Nutztieren ernähren, müssen umgehend entnommen werden", bringen die Weidetierhalter ihre Forderung auf den Punkt.

Neben der Verteilung von Flyern und Aufklebern der Bürgerinitiative 'für wolfsfreie Dörfer' habe man mit Besuchern sprechen können, darunter auch Politiker aus den Reihen der CDU/CSU und FDP, z. B. Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gero Hocker, Sprecher im Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung der FDP-Bundestagsfraktion, die sich im Vorfeld angemeldet hatten. Aber auch Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, habe sich auf dem Stand persönlich informiert. Der Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung sei mit fast 30 Personen vorbeigekommen und habe den Ausführungen von Gina Strampe von der Interessengemeinschaft WNON zugehört. MdB Henning Otte aus dem Celler Wahlkreis, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast (CDU) und die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer waren weitere Gäste.

"Wir hatten die Möglichkeit, unser Leben mit dem Wolf zu schildern und auf unsere Arbeit hinzuweisen. Wir machten deutlich, dass die Akzeptanz immer mehr sinken würde und es gerade im Landkreis Nienburg mit dem Rodewalder Rudel so nicht weitergehen darf. Wer Akzeptanz will, muss auch etwas dafür tun, so ist unsere Meinung. Dieses würde auch den unauffälligen Wölfen zugute kommen", so die BI.

Der Wolf gehöre nicht in die Dörfer und auf Weiden. Das müsse ihm beigebracht werden und das umgehend. Zudem sollte es nach Ansicht von WNON und der BI ein bundeseinheitliches Wolfsmanagement und Monitoring geben. Gerade junge Menschen hätten sich am Stand informiert und sachlich argumentiert. "In einigen Fällen konnten wir echte Aufklärung betreiben und darüber freuen wir uns besonders. Das Interesse, die Bereitschaft zum Gespräch und das Anerkennen unserer Argumente zeigt, dass wir, die Weidetierhalter Deutschland und unsere Bürgerinitiative, auf dem richtigen Weg sind", glaubt die BI.

Weitere informative Gespräche habe man auf dem Niedersachsenabend führen können. Die Teilnehme habe der CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann ermöglicht. Wer weiterhin den Aktivitäten folgen möchte, kann dies auf der Internetseite www.erste-wolfsfreie-doerfer.de . Zukünftig soll eine weitere Arbeitsgruppe zur Historie „Wolf“ gebildet werden. Wer Material besitzt oder mitarbeiten möchte, melde sich unter info@wolfsfreie-doerfer.de