LACHENDORF. Die Straße von Lachendorf nach Bunkenburg – K 43 – scheine sich zur neuen Autobahn großer Tierhaltungsanlagen zu entwickeln, stellt die Bürgerinitiative für Tier- und Umweltschutz, für den Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität in der Samtgemeinde Lachendorf und im Celler Land (BiLa) fest. Ein neuer Kuhstall sei gerade im Bau; ein Hühnerstall und ein Schweinemaststall in Planung. „Da reiht sich bald ein Stall an den anderen“, so der Vorsitzende der Bürgerinitiative Lachendorf Gerald Hinrichs. „Am direkten Ortsausgang von Lachendorf gibt es bereits einen Kuhstall. Wenn man dann Richtung Bunkenburg abbiegt, kommen ein Schweinestall und ein neuer im Bau befindlicher Kuhstall. Und dann unmittelbar an der Kreuzung (Lachendorf-Bunkenburg / Beedenbostel-Ahnsbeck ist ein großer Hühnerstall geplant. Etwas weiter in Richtung Bunkenburg soll aktuell eine weitere Tierhaltungsanlage für 1.490 Schweine errichtet werden“, so Hinrichs.

„Wie viele Tierhaltungsanlagen sollen denn hier noch gebaut werden?“, fragt die Bürgerinitiative für Tier- und Umweltschutz, für den Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität in der Samtgemeinde Lachendorf und im Celler Land (BiLa). Gerade der geplante Schweinemaststall sorge hier für Verärgerung. Auch wenn der Stall nach geltenden Vorschriften gebaut werden müsse, seien doch allen die zusätzlichen Probleme und Gefahren, die von solchen Ställen ausgehen, bekannt. „Von den erheblichen Geruchsbelästigungen bis hin zu Antibiotikaeinsatz in Mastställen ist alles dabei“, kritisiert die BiLa weiter. Gerade Bunkenburg, das westlich der Ställe, also in Hauptwindrichtung liegt, dürfte nach Einschätzung der BiLa-Mitglieder am stärksten von den ganzen Haltungsanlagen betroffen sein.

„Von dem riesigen Schweinstall haben wir noch gar nichts gehört“, habe sich ein Anwohner aus Bunkenburg gegenüber der BiLa entrüstet. „Die pflastern hier alles mit Ställen zu und wir haben dann den Gestank. Über solche Baumaßnahmen muss man doch offiziell informiert werden und das nicht nur durch Zufall erfahren“, so seine Meinung. Ein anderer Anwohner sei ebenfalls auf die BiLa zugekommen. Momentan würden die rechtlichen Möglichkeiten, auf die Baugenehmigung einzuwirken, geprüft. Die Genehmigung sei noch nicht erteilt und es gebe offene Fragen. „Wir sind da dran“, verspricht Hinrichs.

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