HERMANNSBURG. Am 26. April vor 32 Jahren explodierte der Reaktor von Tschernobyl. Was für junge Leute eine Information aus den Geschichtsbüchern ist, hat heute noch Auswirkungen für die Menschen in den verstrahlten Gebieten Weißrusslands. Die BI-Südheide mahnt und warnt auch an diesem Jahrestag der viele Generationen überdauernde, länderübergreifende Katastrophe am 26. April von 17:30 bis 18:00 Uhr in Hermannsburg, Celler Straße (Ecke Am Markt).

„Im Falle einer Havarie eines Atomkraftwerkes hier in Mitteleuropa wären schnell Millionen Menschen unmittelbar betroffen, dennoch wird bis 2022 an der menschenverachtenden Technik festgehalten. Mit dem radioaktiven Erbe dieser Technologie werden sich noch tausende Generationen nach uns befassen müssen“, kritisiert die BI. Immerhin werde der Bau eines – mit erheblichen EU-Mitteln geförderten – Sarkophags um den Reaktor von Tschernobyl noch in diesem Jahr abgeschlossen. Er soll eine zweite europaweite nukleare Katastrophe abwenden.

Die BI informiert seit 1976 über die Gefahren der Kernenergienutzung und engagiert sich für die Menschen in den verstrahlten Gebieten Weißrusslands. Weitere Informationen gibt es während der Mahnwache oder unter www.bi-suedheide.de.

Text: Torsten Misfeldt

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