HAMBÜHREN. Parallel zur Europawahl finden in Hambühren auch Bürgermeisterwahlen statt. Wir haben die Kandidaten gefragt:

– Straßenbeiträge, Grundsteuer, Finanzen – wie sehen Sie diese und wie sind Ihre Konzepte?
– Schnelles Internet in Hambühren – Traum oder konkrete Ziele in Sicht?
– Wohnraum in Hambühren, neue Wohngebiete – wie sind Ihre Lösungen?
– Braucht Hambühren eine Ortsumgehung? Falls ja, wie sollen Sie diese voranbringen?
– Gewerbeansiedlung in Hambühren – wie wollen Sie neue Partner gewinnen?
– Kita, Schule, Bildung – welche Perspektiven bieten Sie?
– Warum leben Sie persönlich gern in Hambühren?
– Warum wollen Sie Bürgermeister werden bzw. bleiben?
– Was schätzen Sie am jeweiligen Mitbewerber?
– Was wollten Sie immer schon mal sagen bzw. sind Sie noch nie gefragt worden?

Die Antworten sind der Fairness halber nicht nach Alphabet oder Parteienproporz geordnet, sondern nach Posteingang. Sie sind selbstverständlich unzensiert und unkommentiert, das betrifft auch die jeweilige Chronologie der Antworten:

 

Carsten Kranz – parteilos

Meine persönliches Statement zur Bürgermeisterwahl in Hambühren
Ich möchte gern Bürgermeister der Gemeinde Hambühren werden, weil ich sehr gern hier lebe, diese Gemeinde in den letzten 25 Jahren lieben gelernt habe und Hambühren jetzt gemeinsam mit den Bürgern, Rat und Verwaltung fit für die Zukunft machen möchte. Es mir besonders wichtig, dass Hambühren von den anderen Westkreisgemeinden in puncto Attraktivität nicht weiter abgehängt wird und ein starker Wohn- und Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität bleibt. Für mich ist es grundsätzlich wichtig, bei allen Themen sachliche Politik zu betreiben, realistische und vor allem durch die Gemeinde wirklich beinflussbare sowie messbare Ziele zu verfolgen – für ein lebenswertes, fortschrittliches, barrierefreies und wirtschaftlich starkes Hambühren. Dabei werden mir meine Erfahrung im Umgang mit Menschen, sowie der Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung sicher weiterhelfen. Um möglichst viele Ziele erreichen zu können, werde ich im Falle meiner Wahl regelmäßige Bürgersprechstunden in den Ortsteilen einführen, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich wirklich einbringen zu können. Es soll Ideenpools, Bürgerversammlungen zu relevanten Projekten und wesentlich mehr Transparenz der Verwaltung geben. Auch soll Hambühren zukünftig mehr positive Presseschlagzeilen bekommen als zuletzt. Das ist das Wahlversprechen, welches ich meinen Wählern reinen Gewissens geben kann.

Das denke ich über meine Mitbewerber
Meine Mitbewerber sind allesamt politisch erfahren und bereit, sich für ihre Gemeinde einzusetzen. Ich schätze deren ruhige und kameradschaftliche Art, denn der Wahlkampf verläuft bisher äußerst fair.

Was ich schon immer mal sagen wollte
Es stört mich sehr, wenn Leute alles schlecht reden und selbst nicht in der Lage oder willens sind, Verantwortung zu übernehmen, etwas an einer nicht zufriedenstellenden Situation zu verbessern oder gar Projekte anzuschieben und dabei zu helfen diese umzusetzen. Wir brauchen mehr Macher und weniger Schwarzseher.

Hier meine Themen für Hambühren ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Thema Straßenverkehr/ Straßenausbaubeiträge
Viele Bürger wünschen sich innerörtlich mehr Verkehrsberuhigung durch Tempo 30- Zonen oder rechts vor links- Regelungen. Besonders auf der Allensteiner Straße, der Ostlandstraße und am Wacholderweg könnte die Situation durch verkehrsberuhigende Maßnahmen deutlich verbessert werden. Auch eine Lärmreduzierung sollte durch innerörtliche Tempolimits oder verkehrsberuhigende Maßnahmen möglich sein. Die Straßenausbaubeitragssatzung muss abgeschafft und der Unterhalt der Gemeindestraßen aus dem laufenden Steueraufkommen finanziert werden. Straßen sind Allgemeingut und werden von allen genutzt. Die rechtzeitige Sanierung oder Reparatur von Gemeindestraßen und der öffentlichen Infrastruktur muss durch das Straßenunterhaltungsmanagement gewährleistet werden.

Eine Umgehungsstraße für Hambühren bzw. Oldau/Ovelgönne ist meiner Ansicht nach nicht realisierbar und wird vom Land auch nicht finanziert werden. Das Land Niedersachsen stellt nur Mittel für den Erhalt der Landesstraßen zur Verfügung, nicht für den Neubau. Allein das Planfeststellungsverfahren und die darauf folgenden Klagen vor einem theoretischen Baubeginn würden Jahre wenn nicht Jahrzehnte dauern. Bestes Beispiel ist die B3 Ostumgehung. Bis so etwas in Hambühren durch wäre, ist die A7 Baustelle längst Geschichte und die Verkehrslage normalisiert sich wieder. Wer glaubt, den Wald von Oldau bis Fuhrberg durch eine Straße teilen und zerstören zu können, ist ein Träumer und denkt auch nicht im Sinne der Erhaltung unser aller Lebensgrundlage. Ich unterstütze selbstverständlich die Umsetzung des Lärmaktionsplanes im Hinblick auf bauliche Lärmschutzmaßnahmen oder Tempolimits in stark belasteten Bereichen z.B. bei Nacht.

Thema Haushaltskonsolidierung
Bei allem Wünschenswerten muss man immer den Haushalt der Gemeinde im Blick behalten und versuchen, die Ausgaben zu verringern, um Steuererhöhungen zukünftig vermeiden zu können. Der finanzielle Spielraum ist bei 90% Pflichtaufgaben im Haushalt und knapp 11 Mio. Euro Schulden nicht sehr groß. Es bleibt abzuwarten, was die Reform der Grundsteuer für unsere Gemeinde bedeutet. Ich trete dafür ein, die Hebesätze zukünftig durch Ratsbeschluss so anpassen zu lassen, dass die Bürger nicht höher belastet werden als jetzt und hoffe darauf, dass Hambühren nicht zu den Verlierern der anstehenden Grundsteuerreform zählen wird. Die Gemeinde muss den Bürgern allerdings auch sagen, dass bei den anstehenden Investitionen in Gewerbeflächen, Kindergärten, Schulen, Feuerwehren und Straßen viele Millionen Euro erforderlich sein werden und man nicht ausschließen kann, dass zukünftig doch wieder Steuererhöhungen erforderlich sein könnten. Das den Bürgern nicht zu sagen, wäre unehrlich. Finanzielle Abenteuer zur Realisierung von Luftschlössern sind mit mir nicht zu machen.

Thema digitale Infrastruktur/Gewerbegebiet/Wirtschaftsförderung
Die SVO möchte gern das Gewerbegebiet mit Glasfaser versorgen und ich rate allen interessierten Hambührenern sich bei der SVO schon jetzt als Interessent für einen Glasfaseranschluss registrieren zu lassen. Das Glasfasernetz muss möglichst flächendeckend in allen Hambührener Ortsteilen ausgebaut werden. Eine zweite Chance, durch einen anderen Anbieter für Glasfasertechnik werden wir z.B. für Oldau wahrscheinlich nicht bekommen, sollte die Vorvermarktung dort scheitern und nicht mindestens 40% aller Haushalte mitmachen.

Eine großzügige Erweiterung des Gewerbegebietes „Kleine Häg“ nach Süden und Südosten mit kleinen und mittleren produzierenden und innovativen Betrieben würde den Wirtschaftsstandort Hambühren stärken. Dafür muss die Gemeinde mit den Eigentümern der Flächen endlich verhandeln und versuchen diese aufzukaufen. Wirtschaftsförderung zählt zu den fünf Top-Produkten der Kommunalpolitik. Ich habe da viele Ideen, die ich gern gemeinsam mit Rat, Verwaltung und den Betrieben vorantreiben will. Uns fehlt hier ein vernünftiges Standortmarketing (USP: Unique Selling Proposition) – ein Alleinstellungsmerkmal, welches uns von den anderen Gemeinden eindeutig abhebt. Auch dafür habe ich schon zahlreiche Ideen in Bereitstellung.

Besonders dankbar sollte die Gemeinde in diesen Tagen den ideenreichen einheimischen Geschäftsleuten sein, die unser altes Einkaufszentrum an der Ostlandstraße seit einigen Jahren wieder mit Leben erfüllen und beweisen, dass es Menschen mit guten Geschäftsideen in Hambühren gibt. Bürger wie diese müssen durch die Gemeinde motiviert werden, ihre Ideen auch zukünftig in die Tat umzusetzen.

Selbstverständlich muss man viel in die Bestandspflege der Betriebe investieren und durch Besuche und Gespräche rechtzeitig erkennen, in welche Richtung wir uns entwickeln sollten. Zuviel möchte ich allerdings noch nicht verraten. Gute Ideen werden leider sehr gern kopiert.

Thema Unterstützungsangebote und Jugendarbeit
Wir brauchen viel mehr Vernetzung der bereits vorhandenen Angebote für Jugendliche, Familien, Senioren und Singles, um ein starker Familienstandort zu bleiben. Die Neukonzeption der offenen Jugendarbeit muss so schnell wie möglich voran getrieben und das Familienbüro gestärkt werden. Ein Jugendbeirat sollte endlich geschaffen werden, um das Demokratieverständnis der Jugend zu fördern und um deren Belange in den Gemeinderat einzubringen. Leider ist ein solcher Jugendbeirat in Hambühren schon zweimal abgelehnt worden, jedoch lasse ich mich davon nicht entmutigen. Ein neues Jugendzentrum zu bauen halte ich bei der momentanen Haushaltslage nicht für realistisch. Es sollte aber möglich sein, dafür passende Räumlichkeiten zunächst anzumieten, um die Jugendlichen weg von den Bushaltestellen zu bekommen. Die Jugendarbeit der Vereine muss zukünftig weiter finanziell unterstützt werden. Der fertig in der Schublade liegende Skatepark könnte erneut Thema werden, um auch für die Jugend endlich mal ein Highlight zu schaffen. Ein Dirt-Bike und BMX- Parcours ist auch notwendig, denn im Moment nutzen viele Hambührener Kinder das Regenrückhaltebecken am Ostlandkreisel dafür und sind durch den Straßenverkehr gefährdet.

Thema Kinderbetreuung und Schule
Die verlässliche Betreuung unserer Kinder in Tagespflege, Krippe, KiTa und Grundschule muss auch zukünftig sichergestellt bleiben und mit Augenmaß ausgebaut werden. Diesen Standortfaktor müssen wir auch zukünftig mit viel Geld subventionieren. Denn auch mit einer Erhöhung dieser Gebühren arbeiten wir dort nicht kostendeckend. Ich setze mich dafür ein, dass auch an den Grundschulen bereits Schulsozialarbeiter tätig werden, um die Lehrer bei den vielen zusätzlichen Aufgaben, die z. B. durch die Inklusion und Migration entstehen, zu unterstützen.

Ein weiterführendes Schulangebot vor Ort wäre für mich sehr wünschenswert und würde durch Rat und Verwaltung mit Sicherheit voll unterstützt werden, sollte der Kreistag das für die Schulanlage Versonstraße beschließen. Winsen hat da meiner Ansicht nach momentan die klar besseren Karten z.B. für ein Gymnasium, weil in Winsen eine wesentlich bessere Infrastruktur wie die große und ausbaufähige OBS, einen neuen Busbahnhof, Schwimmbad, Sporthallen und bald ein neuer Sportpark mit Jugendzentrum vorhanden sind. Zudem hat Winsen sieben Kreistagsabgeordnete, die sich für den Ausbau ihres Schulstandortes stark machen. Das ist für mich absolut verständlich und deshalb muss Hambühren in Sachen Schule auf dem Teppich bleiben. Vergessen wir nicht, dass die Schulanlage in der Versonstraße einst eine dreizügige Hauptschule bis Klasse neun war, die dann zu einer Haupt- und Realschule erweitert wurde. Einigen ist die OBS Winsen mittlerweile zu groß und anonym geworden, um für unsere Kinder ein optimales Lernumfeld zu bieten. Ich wünsche mir für Hambühren grundsätzlich eine überschaubare Oberschule bis Klasse 10, in der unsere Kinder fit gemacht werden für den Einstieg ins Berufsleben oder dafür, im Anschluss auf eine gymnasiale Oberstufe zu wechseln bzw. eine sonstige weiterführende Schule besuchen zu können.
Aber: Zur Zeit nutzt der Landkreis Celle die Schulanlage für die Sprachheilschule, welche zuletzt in Klein Hehlen in einem vom Landkreis Celle von der Stadt Celle angemieteten Gebäude untergebracht war und auf Grund eines Brandschadens nach Hambühren verlagert werden musste. Es ist zu erwarten, dass die Sprachheilschule nun dauerhaft in Hambühren bleibt, da dem Landkreis als Schulträger das Gebäude ja gehört und so auf Dauer Steuergelder gespart werden.

Thema Bauen, Wohnen, Lebensqualität und Barrierefreiheit
Wir brauchen in Hambühren mehr barrierefreie Wohnmöglichkeiten für Senioren und behinderte Menschen sowie mehr bezahlbare Mietwohnungen in zentraler Lage. Dafür werde ich Investoren suchen und motivieren, hier tätig zu werden. Nur neue Baugebiete für Einfamilienhäuser schaffen nicht unbedingt eine bessere Bevölkerungsstruktur und decken auch nicht den echten Bedarf ab. Um vor allem die jungen Menschen hier vor Ort zu halten, muss in dieser Hinsicht einfach ein besseres Angebot kleiner bezahlbarer Wohnungen geschaffen werden. Dafür muss die Politik klar sensibilisiert werden. Prinzipiell bin ich zunächst für eine Nachverdichtung der bestehenden bebauten Bereiche und die Erschließung bereits teilerschlossener Gebiete wie jetzt an der „Neuen Grenze“.

Wir brauchen aber auch jetzt schon kleine „Leuchtturmprojekte“ zur Steigerung der Wohnqualität. Bereits im letzten Jahr habe ich vorgeschlagen, den Spielplatz „Eichkamp“ zu einem Bürgerpark aufzuwerten, um einen zentrumsnahen und attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt in Hambühren 2 zu schaffen. Ein machbares und finanzierbares Projekt, bei dem sich die Bevölkerung sehr gut mit einbringen kann. Wir brauchen in den Ortsteilen mehr Abfallbehälter und in der Bevölkerung mehr Sinn für Sauberkeit und Ordnung. Die Gemeinde Hambühren sollte in Kooperation mit dem Bauhof und den Vereinen regelmäßiger zu Umweltschutzaktionen wie „Hambühren räumt auf“ aufrufen.

Selbstverständlich mache ich mich auch für den Erhalt unseres Strandbades und das kostenlose Badevergnügen stark. Die Förderung von Tourismus und Kultur ist mir ebenfalls wichtig. Ich wünsche mir hier auch mal eine Kunstausstellung, ein Musikfestival oder mehr Theateraufführungen. Es fehlt auch eine attraktive Einkehrmöglichkeit für Fahrradtouristen am Allerradweg und vielleicht geht da zukünftig in Oldau etwas. Auch für den Pferdesport könnte man sicher mehr Möglichkeiten bieten. Ich möchte zukünftig mehr aus unserer schönen Gemeinde herausholen und gern dazu beitragen dass die Menschen hier auch zukünftig sagen: „Hambühren – hier lebe ich gern“.



Peter Witting – parteilos

Straßenbeiträge, Grundsteuer, Finanzen?
Dazu habe ich mich bereits zu Anfang meiner Kandidatur klar positioniert. Die Straßenausbaubeiträge gehören abgeschafft. Sie sind unsozial und nicht mehr gerecht-(fertigt). Die geplante Änderung der Landesregierung (SPD und CDU) des NKAG ist wenig hilfreich. Die einzige gute und gerechte Lösung ist: Weg mit den STRABS und Verteilung der Unterhaltskosten auf alle Nutzer der Straßen. Leider hat der Gemeinderat (hier auch die CDU) sich gegen die Abschaffung der STRABS entschieden. Letztlich könnte mit einem Bürgerbegehren gem. § 32 NKomVG erwirkt werden, dass sich der Gemeinderat erneut mit diesem Thema befasst, um somit in der Kommune für eine Abschaffung der STRABS zu stimmen. Erhöhung der Grundsteuer sollte vermieden werden und nur wenn es keine andere Möglichkeit von Einsparungen zur Haushaltskonsolidierung gibt, dann im Gemeinderat beraten, ob eine geringfügige Erhöhung der Steuern zum Ziel führt. In der Gemeinde haben wir ca. 10 Millionen Euro Schulden. Diese müssen abgebaut werden. Von daher werde ich nach Einsparungen innerhalb der Verwaltung und des Bauhofes suchen und auf jeden Fall die interkommunale Zusammenarbeit angehen, was bisher (immer) noch nicht geschehen ist. Dort sehe ich Einsparpotential!

Schnelles Internet in Hambühren?
Mit Stand vom 14.05.19 hat die SVO als Breitbandanbieter in Oldau lediglich 21% von den notwendigen 40 % aller Haushalte als Nutzer werben können. Die Schützengesellschaft Oldau als auch ich unterstützen die SVO bei Ihrer Veranstaltung am 23.05.19 vor dem Schützenhaus Oldau, um für die erforderliche Anzahl an Nutzer zu werben. Weiter wird in dem Gewerbegebiet Hambühren Breitband umgesetzt. Meine bisherigen Bemühungen haben ergeben, dass für private Interessenten aus Ovelgönne und Hambühren die Möglichkeit besteht, eine Interessenbekundung bei der SVO abzugeben. Diese werden bei der Auswahl des nächsten Breitbandausbaues berücksichtigt. Als zukünftiger Bürgermeister bin ich dann gefordert (was ich ja jetzt schon mache), für diese Interessenbekundungen zu werben, um auch in Ovelgönne und Hambühren eine Versorgung mit Breitbandnetz sicher zu stellen. Also kein Traum, sondern kümmern!

Wohnraum in Hambühren, neue Wohngebiete?
Um die vorhandenen Schulden abzubauen, benötigt die Kommune Einnahmen. Durch Schaffen von neuem Bauland und dem Verkauf der Grundstücke sind Einnahmen garantiert und die Schulden können abgebaut werden. Zudem scheint derzeit die Nachfrage nach Grundstücken in Hambühren sehr hoch zu sein (in dem Baugebiet Versonstraße sind keine freien Bauplätze mehr vorhanden und auch im dem neuen Baugebiet nördlich „Auf dem Kampe“ -Eidechsenweg – sind bereits viele der Baugrundstücke verkauft und reserviert, so dass es kaum noch Grundstücke zu erwerben gibt.

Braucht Hambühren eine Ortsumgehung?
Bedingt durch den Ausbau der A7 in Richtung Hamburg Mellendorf/Schwarmstedt hat der Durchgangsverkehr enorm zugenommen, so dass es in der Ortsdurchfahrt Oldau und auch auf der B 214 durch Hambühren ständig zu längeren Staus kommt. Auch spät abends und nachts rast der Durchgangs- und Schwerlastverkehr buchstäblich durch unsere Gemeinde.
Da sowohl die Gemeinden Wietze, Winsen als auch Bergen über ähnliche/gleiche Probleme klagen, erscheint es angebracht mit den aufgezählten Kommunen gemeinsam darüber nachzudenken, ob eine Umgehungsstraße eine Änderung herbeibringen könnte. Auch zu diesem Thema habe ich mich bereits zu Anfang meiner Kandidatur klar positioniert und bereits dafür geworben, über eine Umgehung gemeinsam nachzudenken!

Gewerbeansiedlung?
Durch Gewerbeansiedlung bekommt die Kommune dringend benötigte Einnahmen durch die entsprechenden Steuereinnahmen. Im Bereich Fuhrbergerweg sind noch Kapazitäten für weitere Ansiedlungen vorhanden. Aus persönlichen Gesprächen mit mittleren Gewerbebetrieben aus Hambühren ist mir bekannt, dass sich 2 Firmen in Hambühren vergrößern wollen. Aus Datenschutzgründen möchte ich diese Namen hier nicht bekannt geben. Als neuer Bürgermeister werde ich persönlich an die Firmen in Hambühren und im Umkreis von Hambühren/Celle herantreten, um für unser Gewerbegebiet und eine Ansiedlung/Vergrößerung zu werben! Auch das habe ich bereits gemacht!

Kita, Schule, Bildung?
Die 5 vorhandenen Kitas sind derzeit voll ausgelastet und weiterer Bedarf ist absehbar. Hierzu ist geplant, am Oldauer Kindergarten (Schützenplatz) vorerst Container aufzustellen, um den notwendigen Bedarf zu decken. Auf weitere Sicht wird wohl eine zusätzliche Kita gebaut werden (müssen). Auch beide Grundschulen sind derzeit voll ausgelastet und bei steigender Zahl der Kita-Plätze muss auch in den beiden Grundschulen über ein weiteres Platzangebot nachgedacht werden (Anbau/Erweiterung oder aber auch über eine Containerlösung muss dann im Gemeinderat beraten werden). Schon aus diesen Gründen macht eine weiterführende Schule oder sogar eine Außenstelle eines Gymnasiums in Hambühren Sinn!
Gerade zu diesem schwierigen Thema habe ich mich als einziger der Bewerber klar positioniert und mich für Hambühren stark gemacht. Und wie es derzeit scheint, mit ERFOLG!

Warum lebe ich gerne in Hambühren?
Hambühren ist eine ländliche Gemeinde mit dem Vorzug der möglichen Erholung (Waldgebiete, Aller, Rad- und Wanderwege) und den relativ nahen Verbindungen zu den nächst größeren Städten Celle und Hannover. Das Vereinsleben wird hier aktiv betrieben und seit meinem Zuzug im Jahr 1990 bin ich hier voll integriert und fest verwurzelt. Eine liebenswerte Gemeinde mit hilfsbereiten Menschen macht das Leben hier lebenswert!

Warum will ich Bürgermeister werden?
In den letzten Jahren herrscht Stillstand im Bezug auf die Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Beliebte Veranstaltungen wie die Info Tage und das Schleusenfest finden nicht (mehr) statt. Wir brauchen einen Bürgermeister, der pragmatisch ist und anpackt bzw. handelt, anstatt nur zu reden. Als ehemaliger Offizier der Bundeswehr habe ich es von der Picke auf gelernt, Menschen zu führen und Ideen auch in Taten umzusetzen. Die ersten Erfolge meiner angesetzten Ziele habe ich bereits erreicht! Ich bin es gewohnt, schwer erscheinende Ziele in Erfolge umzusetzen. Von meinem Gestaltungswillen und meiner mutigen Politik soll/kann die Gemeinde Hambühren profitieren. Ich bin bereit für Hambühren!

Was schätze ich an den Mitbewerbern?
Andreas Ludwig: Ruhiger Vertreter und guter stellvertretender Bürgermeister. Als zukünftiger Bürgermeister möchte ich Andreas Ludwig gerne an meiner Seite wissen.
Edmund Hoffmann: Ein lustiger und geselliger Schützenbruder, der es gut versteht zu feiern. Auch ein guter stellvertretender Bürgermeister, den ich als zukünftiger Bürgermeister ebenfalls sehr gerne an meiner Seite wissen möchte.
Carsten Kranz: Junger Familienvater und guter Feuerwehrmann, der in der Feuerwehr aufgeht. Unverzichtbar im Ehrenamt der Feuerwehr.

Was wollte ich immer schon mal sagen?
Als zukünftiger Bürgermeister wünsche ich mir einen Gemeinderat der weniger gegeneinander, sondern – zum Wohle unserer liebenswerten Gemeinde – mehr miteinander gestaltet, arbeitet und Ideen (egal von welcher Partei/Person) in Erfolge umsetzt!

 

Edmund Hoffmann – CDU

Der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber. Momentan ist es aufgrund der verfassungswidrigen Grundsteuer für mich keine Option die Straßen über eine Grundsteuererhöhung zu finanzieren – auch wenn wir in Hambühren für 2019 einen Haushaltsüberschuss haben. Das Geld sollten wir für Investitionen in die soziale Infrastruktur ausgeben.

Schnelles Internet für Hambühren ist aus meiner Sicht ein Muss, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.
Derzeit findet in Oldau die Vorvermarktung statt, in die ich mich sehr stark mit einbinde.

Das letzte große Wohngebiet ist bereits nach anderthalb Jahren vermarktet. Aufgrund der großen Nachfrage ist derzeit ein weiteres, kleines Wohngebiet geplant. Eine weitere Erschließung eines Baugebietes muss folgen. Wo das sein wird, ergibt sich aus dem derzeitigen Flächennutzungsplan.

Eine Ortsumgehung ist in der Zukunft unabdingbar. Gerade weil noch weitere Neubaugebiete in Winsen/Aller erschlossen werden sollen. Dazu kommt immer wieder der Umleitungsverkehr der A7. Deshalb muss dieses Thema bereits jetzt in Zusammenarbeit mit unserer Nachbargemeinde Winsen/Aller bei der Landesregierung in Hannover vorangebracht werden.

Nach erneuter Ausweisung von Gewerbeflächen müssen diese auf Internetplattformen angeboten werden. Dabei ist es wichtig, dass eine attraktive Onlinepräsens mit guten Argumenten gewählt wird.

Im Kita-Bereich wird derzeit in Oldau eine provisorische Container-Einrichtung geplant. Darum muss in der nächsten Zeit eine weitere Einrichtung/Erweiterung entstehen, um auch den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Dabei darf man die Grundschulen nicht außer Acht lassen, die gegebenenfalls auch erweitert werden müssen.

Das ehemaligen Haupt- und Realschulgebäude muss reaktiviert werden und für einen gymnasialen Zweig im Westkreis zur Verfügung gestellt werden.

Meine Kindheit hier in Oldau bleibt unvergessen. Ich habe hier alles, was ich brauche: meine Familie; man kann an der Aller Radfahren und durch die Wälder spazieren. Das gibt mir das Gefühl von Heimat.

Der enorme Zuspruch und die breite Unterstützung, die ich von vielen Menschen auf meine Bürgermeisterkandidatur hin erfahren habe, haben mich bestärkt, diesen Weg zu gehen.

Herr Kranz habe ich als kompetenten Feuerwehrmann kennen gelernt. Mit Herrn Ludwig kann man ruhige Politik machen. Herr Witting weiß, wie Veranstaltungen geplant werden müssen und was dabei wichtig ist.
Und alle Mitbewerber machen derzeit einen fairen Wahlkampf.

Andreas Ludwig, SPD:

 

– Straßenbeiträge, Grundsteuer, Finanzen – wie sehen Sie diese und wie sind Ihre Konzepte?

Solide und solidarische Instandhaltung unserer öffentlichen Infrastruktur bei kontinuierlicher Weiterentwicklung unserer Gemeinde. → Schnellstmögliche Abschaffung der einmaligen Straßenausbaubeiträge!
Die Finanzierung könnte derzeit aus dem laufenden Haushalt erfolgen.
Die Erarbeitung eines tragfähigen Haushalts für 2020 als Grundlage zur Umsetzung meiner Ziele wird zu meinen ersten Amtshandlungen als Bürgermeister gehören.
Keine Senkung der Grundsteuer, wie aktuell von einer Fraktion vorgeschlagen.

– Schnelles Internet in Hambühren – Traum oder konkrete Ziele in Sicht?

Für Oldau sind aktuell 25 % der erforderlichen 40 % erreicht, das könnte bis zum 26. Mai knapp werden, da wo ich kann, versuche ich für noch erforderlichen Anschlüsse in diesem Vorvermarktungsgebiet zu werben.
In diesem Jahr soll auf jeden Fall mit Realisierung im Gewerbegebiet begonnen werden.
Bei allen weiteren Gemeindegebieten haben wir einen Flickenteppich von unterschiedlichsten Ausbaustufen, hier muss umgehend eine Ist-Aufnahme erfolgen, bzw. aktualisiert werden.
Sofort im Anschluss sollten Gespräche mit möglichen Anbietern aufgenommen werden.

– Wohnraum in Hambühren, neue Wohngebiete – wie sind Ihre Lösungen?

Bezahlbaren Wohnraum und barrierefreie und altersgerechte Wohnprojekte (Seniorenwohnungen, betreutes Wohnen, Mehr-Generationen-Park) fördern.

– Braucht Hambühren eine Ortsumgehung? Falls ja, wie sollen Sie diese voranbringen?

Konsequente Umsetzung und Fortschreibung des Lärmaktionsplans für Hambühren an der B214 und der L298. Eine Ortsumgehung für die Ortsteile Oldau und Ovelgönne muss gemeinsam mit Nachbargemeinden Winsen, Wietze und Fuhrberg planen. Jedoch könnte eine Umgehung vermutlich frühestens in 15 – 20 Jahre realisiert werden.

– Gewerbeansiedlung in Hambühren – wie wollen Sie neue Partner gewinnen?
Aktive Wirtschaftsförderung betreiben und in der direkten Zuständigkeit des Bürgermeisters ansiedeln.
Regelmäßiger Austausch mit den Bestandsbetrieben, um konkrete Probleme und Herausforderungen zu kennen und bei der Lösung zu helfen.
Vernetzung der Gewerbetreibenden fördern.
Fördermöglichkeiten gemeinsam mit den infrage kommenden Unternehmen nutzen.
Neue Gewerbeflächen entwickeln. Besuch von Fachmessen zu dieser Thematik, und später möglicherweise auch dort einen eigenen Auftritt platzieren.
Einzelhandelskonzept zielgerichtet umsetzen und fortschreiben.
Flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Betriebe!

– Kita, Schule, Bildung – welche Perspektiven bieten Sie?

Bedarfsgerechte Erweiterung der Grundschulen und Kitas – bis hin zum Neubau einer Kita.
Kontinuierliche Verbesserung/Förderung der pädagogischen Angebote in Kita und Ganztagsgrundschule (z.B. EDV-Ausstattung Grundschulen).
Kostenloses Schulmittagessen einführen.
Elterninitiativen wie „Schulbusse auf Füßen“ fördern.
Die mögliche Chance zur Einrichtung einer gymnasialen Zweigstelle des HBG in Hambühren kraftvoll nutzen.

– Warum leben Sie persönlich gern in Hambühren? 

Weil Hambühren seit meiner Geburt meine Heimat ist, ausgenommen meiner „Lehr- und Wanderjahre“ in Hannover zwischen 1986 und 1992. Ich mag die Menschen, die vielfältigen Kontakte, sei es bei meinen außerpolitischen Aktivitäten aber auch die Gespräche über die „kleinen“ Sorgen der Hambührener, die an mich herangetragen werden.
Hambühren verfügt über eine gute Infrastruktur, eine wunderschöne Umgebung mit hohem Erholungswert.
Und nicht zuletzt haben wir hier als Familie einen tollen Freundeskreis, den ich niemals missen möchte.

– Warum wollen Sie Bürgermeister werden bzw. bleiben?

Weil ich in den nächsten Jahren Hambühren zu meiner Hauptsache machen will. Gemeinsam mit den Bürger*innen wollen wir Hambühren zu einer liebens- und lebenswerten Wohngemeinde weiterentwickeln. Ich möchte keine Luftschlösser bauen. Aber ich möchte mehr herausholen aus den Möglichkeiten, die Hambühren bietet.
Aus der „freien“ Wirtschaft kommend erlebe ich anderenorts, dass sich Wirtschaft und Kommune Hand in Hand für ihre Standorte einsetzen. Auch auf diesem Feld möchte ich mich als Bürgermeister engagieren. Schon vielfach angesprochene aber dann nicht weiter verfolgte Projekte im Bereich Gemeinde- und Gewerbeentwicklung und Wirtschaftsförderung möchte ich wieder aufnehmen und schnellstmöglich weiterentwickeln. Mit mir bekommt Hambühren einen Bürgermeister, der zuhört, der argumentiert, der vermittelt und am Ende verantwortungsvoll zum Wohle unserer Heimatgemeinde entscheidet.

– Was schätzen Sie am jeweiligen Mitbewerber?

An Allen schätze ich das sie engagiert für eine gute Zukunft Hambührens einsetzen und das wir bisher aus meiner Sicht einen fairen Wahlkampf geführt haben.

– Was wollten Sie immer schon mal sagen bzw. sind Sie noch nie gefragt worden?

Dass ich mich darüber freue, in den vielen unterschiedlichsten Umfeldern in denen ich bisher unterwegs war, meist eine positive Rückmeldung bekommen habe und unendlich viele neue (zum Teil prägende) Eindrücke.

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