WIETZE.  „Ein schwarzer Tag für Wietze! Statt Vernunft und Verantwortung für die Gemeinde Wietze hat die Vasallentreue zum Denkmalbau in der CDU gesiegt.“ Mit diesen Worten kritisiert der SPD-Ortsvereinsvorsitzende  Ingolf Klaassen den gestrigen Ratsbeschluss, nach dem der Bürgersaal auch ohne Fördergelder gebaut werden soll.

Aus Sicht der SPD stellt sich die Lage folgendermaßen dar: „Gestern tagte der Gemeinderat zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen, weil es keine Fördermittel für den Bürgersaal und ein weiteres Projekt in einer Gesamthöhe von einer Millionen Euro geben wird. Selbst in der CDU gab es mehrere kritische Stimmen, jetzt noch am umstrittenen Bürgersaal festzuhalten. Wolfgang Klußmann, Bürgermeister der Gemeinde Wietze sah sich deswegen gezwungen, eine Gemeinderatssitzung in der letzten Woche einzuberufen. Er bat um eine Woche Zeit, wollte ‚ergebnisoffen diskutieren‘.“

Eine Woche später fand nun die Ratssitzung statt, in der der Bürgersaal wieder zur Entscheidung anstand. Ingolf Klaassen, SPD-Ortsvereinsvorsitzender betonte, dass das Hauptargument der Befürworter für den Bürgersaal -die Fördermittel – nun wegfallen, und deswegen ein klares Nein zum Bürgersaal die einzige vernünftige Konsequenz sein müsse. Helmut Kersting, SPD-Fraktionsvorsitzender stellte den Antrag auf namentliche Abstimmung, um zu unterstreichen: Jedes Gemeinderatsmitglied trägt Verantwortung.“

Aus Sicht der SPD hat „Wolfgang Klußmann die Woche genutzt, nicht um endlich dieses aberwitzige Projekt Bürgersaal zu beerdigen, sondern die CDU-Fraktion ‚wieder auf Linie‘ zu bringen und mit den Stimmen der CDU  am Bürgersaal festzuhalten“.

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