CELLE. Der Landkreis Celle und Vodafone machen ernst: Die Bürger sollen einen schnellen Anschluss ans Highspeed-Netz bekommen. Dazu will der Landkreis in den kommenden Monaten eines der modernsten Glasfasernetze Deutschlands bauen und hierfür 46 Millionen Euro investieren. 5 Millionen steuert das Land Niedersachsen bei. Vodafone Deutschland will danach das Netz pachten und betreiben. (CelleHeute berichtete). Heute unterzeichneten Landrat Klaus Wiswe und Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter gemeinsam in einer Auftaktveranstaltung vor geladenen Gästen im Kreistagssaal die Verträge für die jetzt beginnende Glasfaser-Vorvermarktung. (CelleHeute.TV sendete live in unserer Facebook-Ausgabe.

 

Hannes Ametsreiter: „Celle schreibt Zukunft. Als erster Landkreis unserer Gigabit Offensive ist Celle zugleich Vorzeigemodell für viele Regionen in Deutschland. Gemeinsam wollen wir den Landkreis vom digitalen Standstreifen auf die Überholspur bringen. Und so Menschen und Unternehmen vor Ort schon in weniger als einem Jahr an die Glasfaserautobahn anschließen. Möglich macht das unsere neue Gigabit-Offensive, aber vor allem eine weitsichtige Politik, die heute schon die Weichen für die digitale Zukunft stellt.“

*Aktualisiert* Breitbandausbau im Landkreis – Vodafone schaltet Seite für Celler Kunden frei

Rund 3.000 km Glasfaserkabel sollen deutlich schneller als bislang üblich verlegt werden, um alle bisher unterversorgten Gebiete in der Region an das Highspeed-Internet anzuschließen – mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Schon im nächsten Jahr sollen die ersten der insgesamt 13.000 Haushalte rund um Celle mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen für Internet und Telefonie versorgt werden.

Landrat Klaus Wiswe: „Wohnen und Arbeiten in all unseren Städten und Gemeinden auch in der Zukunft, das braucht digitale Anschlüsse in Hochleistungsgeschwindigkeit und das heißt Glasfaser. Mit der größten Investition in der Geschichte des Landkreises – unterstützt mit Fördermitteln des Bundes und des Landes – wollen wir dafür sorgen, dass die Zukunftsfähigkeit unseres ländlich geprägten Landkreises gesichert ist und bringen Glasfaser in die bisher besonders schlecht versorgten Teile unseres Landkreises. Ziel ist Glasfaser für alle – daran arbeiten wir. Wir freuen uns, dass wir dabei von Vodafone unterstützt werden.“

Mit einer Gesamtinvestitionssumme von 46 Millionen Euro ist die Kooperation „Digitale Zukunft Landkreis Celle“ das größte Investitionsvorhaben des Landkreises. Mit dem neuen Glasfasernetz, das der Landkreis Celle baut und das Vodafone dann pachtet und betreibt, wird die Grundlage geschaffen, dass Leben und Arbeiten im ländlichen Raum der Region auch im digitalen Zeitalter gut vereinbar bleiben.

Aber: Nur mit Unterstützung der Bürger kann dieses Projekt gelingen. Wenn sich jeder zweite Haushalt in den bisher unterversorgten Gebieten für einen Glasfaser-Anschluss entscheidet, wird der kostspielige Ausbau für den Landkreis auch wirtschaftlich vertretbar. Sobald 40 Prozent aller Haushalte im Landkreis Celle einen Vertrag abgeschlossen haben, rollen die Bagger an und starten mit der Verlegung der Glasfaserkabel. Dafür startet ab sofort die Vorvermarktung in allen Vodafone-Shops vor Ort.

Schnell sein lohnt sich, denn wer jetzt einen Vertrag abschließt, erhält den Glasfaserhausanschluss kostenfrei dazu, sofern die Anschlusslänge auf dem privaten Grundstück nicht mehr als 30 Meter beträgt. Zur Auswahl stehen Festnetzanschlüsse mit Telefon- und Internet-Flatrates mit bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde. Der Red Internet & Phone 100 Glasfaser kostet dauerhaft monatlich 39,99 Euro. Den Red Internet & Phone 500 Glasfaser und Red Internet & Phone 1000 Glasfaser bietet Vodafone in den ersten 12 Monaten ebenfalls zu 39,99 Euro an. Ab dem 13. Vertragsmonat beträgt der monatliche Basispreis 49,99 bzw. 74,99 Euro. Weitere Infos gibt es auch auf der eigens eingerichteten Webseite www.vodafone.de/celle.

Glasfaser macht auch Mobilfunknetz im Landkreis Celle noch schneller

Für höhere Geschwindigkeiten und eine noch bessere Netzversorgung wird das Projekt auch im Mobilfunknetz von Vodafone sorgen. Geplant ist der Anschluss bereits heute vorhandener LTE-Basisstationen an das Glasfasernetz sowie die Erweiterung vorhandener und der Bau zusätzlicher Basisstationen. Dadurch werden innerhalb nur eines Jahres 99 Prozent aller Haushalte im Landkreis Celle auch mit dem Smartphone oder Tablet unterwegs mit Highspeed über LTE das Internet nutzen können – aktuell sind es noch 92 Prozent. Hierfür investiert Vodafone zusätzlich 1,5 Millionen Euro im Landkreis Celle.

Weitere Infos HIER:

Fotos: Peter Müller

2 Antworten zu “Bundesweites Pilotprojekt: Vodafone pachtet Landkreis-Internet”

  1. Alexander Hass sagt:

    Der #Landkreis Celle will Milchkannen ans #Glasfasernetz anschließen! Ob das mit den 13.000 Haushalten im Landkreis klappt, bleibt indes abzuwarten.

    Prof Dr. Klemens #Skibicki erläuterte im Kreistagssaal am 06.April die wichtige, überfällige Digitalisierung. Das macht er wie ein motivierter Bratpfannen-Verkäufer bei HSE24, doch es war unterhaltsam und auch informativ.

    Das nicht nur Fachleute ihm gegenüber saßen (alles geladene Gäste), zeigte sich bei seiner kleinen interaktiven Abfrage: „Wer von ihnen hat ‚Alexa und Co‘ zuhause? Pause: Es meldeten sich ganze zwei Anwesende im restlos voll besetzen Kreistagssaal. Sein ständiger Lieblingssatz „Ich bin ja Historiker“ sollte seine Kompetenz unterstreichen.

    Der Vortrag war wohl, das kann man schon mal vorweg nehmen, neben dem Büfett am Ende, das beste des Vormittags. Gerne hätte ich den Vertreter von Land und Vodafone noch ein paar „eingepackte“ Fragen im Saal gestellt.

    Am liebsten haben alle Redner davon gesprochen, die „Milchkanne ans Netz bringen zu wollen“. Milchkannen allerdings stehen oft weiter als 30 Meter von der Hauptstraße entfernt. Bedeutet: Ab dem 31 Meter könnte der Kanneneigentümer tausende Euro für den Anschluss dazu bezahlen.

    Wenn der Vertreter vom Land davon sprach, dass 2025 alle Haushalte in #Niedersachsen am Glasfasernetz „hängen würden“, bleibt die Frage: „Wer bezahlt das und wer soll das eigentlich bauen?“ Die #Bauunternehmen sind bereits jetzt satt.

    Da reicht auch ein Scheck über 5 Millionen vom Land nich. Bei 45 Millionen, die der Kreis und die Kommunen dazu packen, ist das sowieso nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein.

    Es ist und bleibt eine große rosa Luftblase, die dann platzen könnte, wenn keine 40 % Vertragsabschlüsse im geplanten Gebiet geschrieben werden. Warum soll Tante Emma von Ihrer schmalen Rente einen Hyper-Anschluss bezahlen, der sie mindestens 39,90 Euro in Monat kosten wird? Selbst wenn die 40 % nicht erreicht werden, muss Celle, Niedersachsen und Deutschland endlich aus dem digitalen #Schneewittchenschlaf erwachen.

    Vor dem Ausbau ist nach dem Ausbau. Warum man das Thema nicht wirklich ernst nimmt und gleich einen wirklich großen Wurf plant, also alle Haushalte anschließt und entsprechende Baupartner einbindet, Synergien sinnvoll nutzt und damit vermeidet, dass in ein paar Jahren immer die gleichen Löcher neu aufgerissen werden, bleibt rätselhaft.

    Fazit: Der Vertrag zwischen #Vodafone und dem Landkreis ist mit ein paar Jahren Verspätung und teilweise unnützen #Gutachten nun unterzeichnet worden.

    Jetzt sind die Bürger im Ausbaugebiet am Zug! Aber auch Vodafone und der #LandkreisCelle müssen alles tun, damit die Bürger informiert werden, damit die Zukunft endlich beginnt! Wenn es nicht klappt, sind nicht die Bürger schuld, sondern mangelnde Beratung und Flexibilität. Egal wie es ausgeht!

    PS: Der Kommentar hat etwas länger gedauert mit dem Upload, weil der #Funkturm von Vodafone wieder etwas langsam ist. Außerdem gab es wieder Störungen im #Vodafonenetz.

  2. Jochen Barth sagt:

    Das ist doch auch nur wieder „Politiker-Geschwafel“: „Der Landkreis Celle und Vodafone machen ernst: Die Bürger sollen einen schnellen Anschluss ans Highspeed-Netz bekommen. … .ist Celle zugleich Vorzeigemodell für viele Regionen in Deutschland. Gemeinsam wollen wir den Landkreis vom digitalen Standstreifen auf die Überholspur bringen. Und so Menschen und Unternehmen vor Ort schon in weniger als einem Jahr an die Glasfaserautobahn anschließen.“

    Zwei Bespiele für Bürger die „leider“ im falschen Gebiet wohnen und keine Chance auf schnelles Internet haben: z. B. Wienhausen, An der Bahn und Eicklingen, Nördliches Feld. Und vermutlich noch viele andere.

    Bin mal gespannt im Frühjahr 2019 wer trotz Versprechen noch nicht angeschlossen werden konnte.

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