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Open Air-Festival - Große Bildergalerie

Bunte Mixtur der Stilrichtungen: Bockpalast begeistert

30.07.2017 - 16:30 Uhr     CelleHEUTE    0

BOCKELSKAMP. Der Bockpalast, der Ur-Vater aller Open Air-Festivals im Raum Celle, hatte gestern gerufen und rund 1500 Zuhörer ließen es sich nicht nehmen, mit dabei zu sein. Die Musikauswahl war wie gewohnt bunt gemischt und hatte für jeden die passende Stilrichtung in petto.

Die Formation Amy Baker zum Beispiel ließ zum Auftakt auf der Hauptbühne knallige Punkrock-Coverversionen von Pop-, Rock-, Dancefloor und Jukebox-Classics hören. Das machte richtig Spaß und Appetit auf mehr.

Funk and Soul in Bockelskamp? Warum nicht? Die New SoulGeneration aus Gifhorn in einer sehr jungen Besetzung setzte mal ein neues Schlaglicht auf den gewohnten Bockpalast-Sound. Ob Mother’s Finest, Prince oder James Brown – das kam beim Publikum richtig gut an. Vor der Bühne wurde getanzt und das allgemeine Urteil war eindeutig: Das war schwarze Musik vom Feinsten, die man im Celler Raum häufiger hören möchte.

Fotos: Peter Müller

Mit Black Magic Six aus Finnland kamen zwei bekannte Musiker an die Aller, die schon vor vier Jahren mächtig abgeräumt hatten. Kreischende Gitarrenriffs, heisere Vocals und nimmermüder Trommelwirbel machten aus Punk und Rockabilly eine einzigartige Mixtur, die wohl nur von den zwei Herren aus Helsinki so zelebriert wird.

Zu was der Headliner Grey Moray in der Lage ist, war den Metalfans aus Celle schon vorher klar. Spätestens zu mitternächtlicher Stunde ging der Pogo so richtig ab und den altgedienten Bockpalast-Fans wurde hier exakt das geboten, was für sie zwingend dazugehört – mit diesem hervorragenden Stoner-Rock und Sludge-Metal konnte zum Abschluss gar nichts mehr schiefgehen.

Ein absoluter Höhepunkt war zudem die Nebenbühne für die Umbaupausen, die diesmal gar keine war. Die Band Pickup The Harp aus Karlsruhe hatte ihren „Bollerwagen“ samt Verstärker-Anlage mitgebracht und suchte sich für ihre cool-lässigen und mit ansteckender Freude an der Musik gespickten Auftritte stets ein schönes Plätzchen – mitten unter den Zuschauern. Der Bluessound kam also zu den Gästen des Abends und nicht umgekehrt. Jubelstürme auf dem grünen Rasen waren die Folge.

Zu nächtlicher Stunde stieg der Pegel der Aller im Übrigen so hoch, dass auf dem Park- und Campingplatz noch der Schlepper zum Einsatz kommen musste. Mehr als nasse Füße war aber nicht zu beklagen.

Text: Christoph Fricke

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