CELLE. Der SoVD, Kreisverband Celle warnt vor Problemen für Menschen mit Behinderung in der Hehlentorstraße und kritisiert unter anderem die Öffnung für beidseitigen Radverkehr. Bernd Skoda, zweiter Vorsitzender im Kreisverband und Beauftragter für Barrierefreiheit, schreibt:

„Wie es aussieht, plant die Stadt mit der Hehlentorstraße im Moment die Quadratur des Kreises. Neben allen Ansprüchen von Bussen (ÖPNV/Reisebusse), Individual-/ Lieferverkehr, Fußgängern und Radfahrern an diese Straße – nun auch die Öffnung für beidseitigen Radverkehr! Wahrlich ein großer Anspruch an dieses ‚Einbahnstraßennadelöhr‘. Um nicht missverstanden zu werden: Auch der SoVD ist für eine Stärkung des Radverkehrs, wo immer es möglich ist. Wir sehen aber auch die große Gefahr, dass mobil eingeschränkte Menschen dabei auf der Strecke bleiben. Insbesondere für blinde und seheingeschränkte Menschen ein großes Problem. Können sie doch Gefahrensituationen nicht erkennen und ihnen begegnen.

Mehrfach bereits hat sich der SoVD zu diesem Thema geäußert und mehr Sicherheit auf Straßen, Wegen und Plätzen für diesen Personenkreis angemahnt. Die Hehlentorstraße – neben dem Kraftfahrzeugverkehr auch für Fußgänger und Radfahrer der Hauptzugang von Norden – wird vom SoVD als besonders kritisch angesehen. Der fußläufige Austausch mit dem Schützenplatz, den sich dort in Planung befindlichen städtebaulichem Aufwertungsbereichen sowie dem Ärztezentrum am Neumarkt sprechen eine deutliche Sprache. Für all diese Bereiche läuft der fußläufige Verkehr hin und zurück größtenteils über die „Hehlentorstraße“. Hinzu kommen medizinische Einrichtungen und Geschäfte aller Art rund um „Hehlentorstraße“ und „Weißer Wall“.

Der SoVD wird nicht müde werden, für Barrierefreiheit auf Straßen Wegen und Plätzen zu streiten und auch zur „Hehlentorstraße“ das Gespräch mit der Stadtverwaltung suchen. Gewünscht hätten wir uns, früher in den Planungsprozess einbezogen zu werden.“

 

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